Ladungsicherung im Pkw

Gepäckstücke, Möbel, Einkauftaschen, Gepäck- und Fahrradträger, Kinderwagen, Getränkekisten, Laptop, Hunde…

Jede Autofahrerin und jeder Autofahrer kommt täglich in die Situation, mit seinem Kraftfahrzeug irgend etwas transportieren zu müssen.
Mehr schlecht als recht werden die Gegenstände im Pkw verstaut.

Was bei einer plötzlichen Bremsung vor sich geht, kann man sich bildlich vorstellen. Man will die Gegenstände auf dem Beifahrersitz festhalten, auf dem Rücksitz fällt der Einkauf um, die Milch läuft aus, der Hund erschrickt und hinten ein Anhänger, der auch noch ins Schlingern kommt.

Unfälle sind dann vorprogrammiert. Die Statistik gibt hierzu nicht die wirklichen Zahlen wieder, da diese Unfälle häufig mit einer anderen Ursache, z.B. Auffahren, Abkommen von der Fahrbahn etc. erfasst werden.

Erst nach einem solchen Erlebnis stellt die Autofahrerin oder der Autofahrer fest, welche Kräfte bei einem Aufprall zum Tragen kommen und die Gegenstände zu gefährlichen Geschossen werden können.

Untersuchungen des ADAC haben ergeben, dass jeder Gegenstand im Fahrzeug, der bei einem Frontalcrash nach vorne katapultiert werden kann, bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 50 km/h, mit dem 30- bis 50-fachen seines Eigengewichtes nach vorne schießt.

Beispiele:

Gegenstand          Masse          Wirkende Massenkraft
Handy                    300 g                     15 kg
Handtasche               3 kg                 150 kg
Getränkekiste          14 kg                 700 kg
Hund (groß)             40 kg              2.000 kg

Grundsätzlich sind alle Gegenstände, die nicht unmittelbar im Fahrgastraum benötigt werden, im Kofferraum zu verstauen. Die Sicherung kann mit Zurrgurten (über Kreuz eingefädelt in die Zurrösen am Ladeboden) oder mit Netzen erfolgen.

 

Bußgelder zur Ladungssicherung

Tatbestand Bußgeld Punkte
Ladung bei einem Pkw oder Anhänger nicht ausreichend
gesichert
– mit Gefährdung anderer
– es kam zum Unfall
35 €

60 €
75 €

1
1

Ladung nicht gegen vermeidbaren Lärm gesichert 10 €
Ladung ragt un­zu­lässig nach vor­ne hinaus 20 €