Fakten

Auf der Skipiste oder im Radsport ist es inzwischen selbstverständlich, einen Ski- oder Radhelm zu tragen – im Alltag des Straßenverkehrs oder beim Freizeitsport leider immer noch nicht.

Die meisten Hirnverletzungen resultieren aus (Freizeit)unfällen mit dem Skateboard, Waveboard, mit Inlinern und insbesondere auch mit dem Fahrrad.

Radfahrer erleiden bei schweren Unfällen häufig auch Kopfverletzungen. Mit Fahrradhelm lassen sich Schädelverletzungen vermeiden oder zumindest mildern. Die Folgen eines Schädelhirntraumas können bis zum Wachkoma und einer lebenslangen Behinderung reichen oder gar tödlich enden. Deshalb sprechen viele Gründe dafür, einen Helm zu tragen, besonders dann, wenn der Kopf bzw. das Gehirn gefährdet ist.


Fahrradhelme schützen und können Leben retten!

Das Risiko von Unfällen/Stürzen kann zwar durch eigenes vorausschauendes und umsichtiges Verhalten, insbesondere bei der Teilnahme im Straßenverkehr, deutlich reduziert werden. Ganz auszuschließen ist die Unfallgefahr durch eigene oder Fehler anderer jedoch nie – wir alle machen Fehler, ob Kinder oder Erwachsene!

Die dann drohenden Folgen – schwere oder leider manchmal sogar tödliche Verletzungen – können durch den richtigen Schutz verhindert oder zumindest deutlich gemindert werden. Wer dies verstanden hat, lässt sich durch „Anti-Radhelm-Argumente“ wie Frisur, Schwitzen, ein Radhelm ist „uncool“ oder Kosten für einen Helm usw. nicht davon abhalten, für „den Fall der Fälle“ optimal vorzusorgen.

Unseren Kindern wird dies spätestens bei der Radfahrausbildung klar – sie schützen ihr BESTES, das Gehirn. Auch die Erwachsenen sollten, vor allem als Vorbild, ihr BESTES mit einem Helm schützen.


Was geschieht, wenn’s passiert?

Wenn der Kopf bei einem Fahrradunfall ungeschützt aufprallt, wirken wuchtige Kräfte auf Schädel und Gehirn: Das Gehirn stößt an die Schädeldecke, es kann zu einer Blutung kommen. Wenn das Gewebe anschwillt, werden Blutgefäße gequetscht – Folge ist eine Unterversorgung mit Sauerstoff.

Ob der gestürzte oder auf ein Hindernis aufgeprallte Radfahrer mit einer Gehirnerschütterung davonkommt oder ob der Unfall zu einer dramatischen Bewusstseinsstörung, womöglich zu einem Wachkoma, führt, kann niemand vorhersagen.

Ein Helm verstärkt die Schädeldecke und wirkt als Knautschzone zwischen Kopf und Straße.

Als „Stoßdämpfer“ fängt er die enorme Aufprallenergie ab.
Er absorbiert die Energie und verteilt diese auf die gesamte vom Helm bedeckte Fläche. Der Helm wird dabei zusammengestaucht oder bricht sogar – manchmal ist dies sichtbar, aber oft kommt es nur zu feinen, mit dem bloßen Auge unsichtbaren Haarrissen. Auf jeden Fall muss ein Helm nach einem Sturz ausgetauscht werden – aber besser der Helm ist verwüstet, als der Kopf! Deshalb ist auch bei zahlreichen Berufen und Sportarten ein Helm selbstverständlich. Machen wir’s den Profis nach!





Helmauswahl

Passgenauigkeit, richtiger Sitz, Farbe und Design fördern die Bereitschaft, einen Helm zu tragen.

Ein aufgesetzter Helm darf nicht wackeln, nicht in die Stirn, zur Seite oder in den Nacken rutschen – er darf auch nicht zu eng sitzen, denn dies verursacht Kopfschmerzen – deshalb: bei der Wahl des Helmes auf Festigkeit und individuelle Einstellmöglichkeit achten.

 

 

Wichtig – den Helm vor dem Kauf anprobieren

  • Der Helm sollte gut anzupassen sein und dauerhaft zuverlässig eingestellt bleiben,
  • eine gute Belüftung mit zahlreichen Luftein- und -auslässen sorgt für angenehmen Tragekomfort.
  • Das schützende Insektennetz darf – besonders bei Kinderhelmen – nicht fehlen,
  • die (Kinn-)Riemen sollen weich und hautfreundlich sein,
  • zahlreiche Reflektoren und integrierte Rück- und/oder Blinklichter sorgen bei Dunkelheit für ein zusätzliches Plus an Sicherheit (siehe auch unsere Rubrik Sichtbarkeit),
  • ein Helm schützt nur einmal wirkungsvoll! Wenn er bei einem schweren Sturz oder Unfall seine Aufgabe erfüllt hat, muss er ersetzt werden! Auch wenn keine Beschädigung erkennbar ist, kann die Schutzwirkung stark eingeschränkt sein,
  • Passgenauigkeit, richtiger Sitz, Farbe und Design fördern die Bereitschaft, einen Helm zu tragen.

Wir empfehlen das Beratungsangebot des Fachhandels!


Der richtige Sitz des Fahrradhelms


Ein Fahrradhelm muss „passen“

Radhelm bereits beim Kauf richtig einstellen

Er soll fest sitzen, darf aber nicht drücken. Deshalb – den Radhelm nach oder besser noch beim Helmkauf mit Beratung des Fachhändlers richtig einstellen. Mit ein paar Handgriffen kann der richtige Sitz sofort überprüft werden.

Den richtigen Sitz mit ein paar Handgriffen überprüfen

Wer bereits einen Radhelm besitzt, kann den „richtigen Sitz“ auch nachträglich überprüfen. Wir erklären wir worauf es bei der „Anprobe“ des Fahrradhelms ankommt.







Schütze Dein BESTES.

Dein Gehirn ist alles: Dein Verstand, Deine Sprache, Dein Gefühl … Es ist das BESTE, was Du hast und deshalb Dein verwundbarster Punkt! Schütze es!

Alle Informationen rund um den Radhelm, dessen Schutzfunktion, biologischen Fakten und ein umfangreiches Filmangebot erhalten Sie auf den Seiten unserer Radhelmkampagne für Jugendliche unter www.schuetze-dein-bestes.de


HELM TRAGEN. VORBILD SEIN!

Mit einem richtig angepassten Fahrradhelm lassen sich Kopfverletzungen vermeiden oder zumindest mildern. Nicht ohne Grund fordern Sie Ihre Kinder, Enkel, Nichten und Neffen auf, einen Radhelm zu tragen.

Gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran und tragen auch Sie immer einen Helm! Unsere Radhelm-Vorbild-Kampagne finden Sie unter www.helm-tragen-vorbild-sein.de