Zebra Geschichten: Zebra-Geschichte Nummer 1 Frau Barbara Cremer vom Innenministerium Baden-Württemberg in Stuttgart verschenkte ein kleines Zebra und ließ es in einem Brief an Jonas schreiben: Lieber Jonas, wie Du siehst, bin ich ein kleines Zebra. Es gibt nur noch wenige kleine Zebras. Eigentlich leben wir in Afrika. Warum ich jetzt in dieser Kiste bin, erzähl ich Dir. Meine Kumpel und ich leben in der Savanne. Uns macht es viel Freude, über die Grasflächen zu rennen, bis wir ganz außer Puste sind. Das Gras schmeckt dann auch besonders gut. Wir müssen zwar aufpassen, dass keine Antilopen (die sind etwas kurzsichtig) oder Elefanten auf uns treten, aber ansonsten geht es uns gut. Wahrscheinlich, weil die Löwen sich meistens nicht für uns interessieren. Wir sind für die eher ein Snack und, da wir schnell sind, lohnt sich nicht der Energieeinsatz, um hinter uns her zu rennen. An einem schönen Nachmittag liefen wir über die Savanne. Plötzlich waren wir in einem sehr dichten Nebel eingehüllt. Wir mussten husten, unsere Augen tränten und schon fielen die ersten um. Als wir wieder zu uns kamen, waren wir ganz eng in einem dunklen Raum eingesperrt. Man bekam kaum Luft und konnte sich nicht bewegen. Später erfuhr ich, dass es sich um eine Transportkiste gehandelt hat. Wir wurden herumgeruckelt. Es war auch furchtbar heiß. Wir hatten Angst und trösteten uns, dass wir zumindest zusammen waren. Ich weiß nicht, wie lange wir in der Kiste waren. Irgendwann wurde die Klappe geöffnet und wir wurden in eine Art Käfig geschoben. Hier hatten wir mehr Platz, aber es war immer noch dunkel. Wir konnten nicht das Tageslicht sehen. Futter oder Wasser gab es nicht. Dann begann auch noch der Boden zu schwanken - langsam und meistens auch relativ gleichmäßig, nicht wie bei einem Erdbeben. Wir konnten uns das nicht erklären. Die ersten Kumpel legten sich vor Erschöpfung und Angst hin. Wir hatten beschlossen, abwechselnd zu schlafen, damit immer einige Wache halten und die anderen warnen konnten. Wir wussten, dass wir nicht wegrennen konnten, aber es gab zumindest etwas Sicherheit. Ich hatte mich bereit erklärt, die erste Wache zu schieben. Es war schon fast Zeit für die Ablösung, als die Tür aufging und es plötzlich ganz hell wurde. Die, die schliefen, sprangen auf vor Schreck. Wir konnten, da wir so lange im Dunkeln waren, zunächst nichts erkennen. „Ho, ho,“ hörten wir eine tiefe, grummelnde Stimme sagen, „da sind ja die kleinen Goldbiester. Leider sind es nur so wenige. Na ja, aber Geld werden sie schon bringen.“ Die Gestalt, die das sagte, war ein kleiner bärtiger Mann mit einem fetten Bauch. Er war ziemlich dreckig, stank nach etwas Widerlichem und trug hohe Stiefel und einen Schlapphut. Hinter ihm stand ein langer, dünner Mann mit einem ganz dünnen Schnauzbart, den er nach unten hat wachsen lassen, so dass es aussah, als ob er ewig die Mundwinkel nach unten ziehen würde. Beide machten keinen freundlichen Eindruck.
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