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Wildwechsel Alle zweieinhalb Minuten kollidiert ein Auto auf deutschen Straßen mit einem Hirsch, einem Reh oder einem Wildschwein. Bei  den sogenannten Wildunfällen werden Unfallbeteiligte häufig leicht oder schwer und in Einzelfällen gar tödlich verletzt. Die beim Zusammenstoß mit Wild entstehenden Sachschäden sind meist nicht nur unerheblich. Besonderes Unfallrisiko besteht in Regionen mit einem dichten Waldbestand und damit meist auch hohem  Wildtierbestand, auf Landstraßen und insbesondere in Übergangsbereichen zwischen Wald- und Feldzonen, in Ausflugsgegenden und zu Erntezeiten, wenn das Wild durch Maschinen, Hunde, von Spaziergängern oder durch Freizeitaktivitäten aufgescheucht wird, im Frühjahr und Herbst, wo das Wild besonders stark in Bewegung ist – dabei überquert es auch immer wieder die Straßen, in der Morgen- und Abenddämmerung sowie nachts, da das Wild in diesen Zeiten besonders aktiv ist, bei Nebel, Schnee und Regen, da sich in den gefährdeten Gebieten zusätzlich die Sichtverhältnisse verschlechtern. Vorsicht – ein Tier kommt selten allein! Reaktion bei Wildwechsel  Bremsen, ohne sich und den nachfolgenden Verkehr zu gefährden. Hupen und zusätzlich bei Nacht das Fernlicht abblenden, um den Tieren den Fluchtweg sichtbar zu machen. Wildunfälle vermeiden Angepasste Geschwindigkeit in waldreichen Gebieten reduziert das Risiko. Nachts mit Fernlicht fahren (die Augen der Tiere wirken wie Rückstrahler). Das Warnschild Wildwechsel bedeutet: o Fuß vom Gas, o konzentriertes Fahren, o Wald- und Straßenränder beobachten. Wenn der Zusammenstoß unvermeidbar ist Das Lenkrad festhalten und keine unkontrollierten Ausweichmanöver riskieren. Der Frontalzusammenstoß mit Wild ist für die Insassen ungefährlicher als der Seitenaufprall auf einen Baum oder das Abkommen von der Fahrbahn. Nach einem Wildunfall sofort anhalten und Warnblinkanlage einschalten, die Unfallstelle absichern - Warndreieck aufstellen, Verletzten helfen, überfahrenes Wild von der Fahrbahn ziehen (Einmalhandschuhe verwenden) oder wenn nicht möglich, absichern, niemals dem flüchtenden Wild folgen oder es berühren - es besteht ein hohes Verletzungs- und Infektionsrisiko, schnellstmöglich die Polizei verständigen – 110 – auch wenn kein Schaden entstanden ist. Rechtslage Neben der Verpflichtung, dem verletzten Wild unnötiges Leiden zu ersparen, schreiben das Tierschutz- und das Landesjagdgesetz vor, einen Wildunfall anzuzeigen. Das Wild niemals mitnehmen - dies könnte den Tatbestand der Jagdwilderei erfüllen. Verkehrssicherungspflicht – Absicherung von Hindernissen auf der Fahrbahn (Wild/Fahrzeug). Quelle: Informationen der ehem. PD Pforzheim, jetzt PP Karlsruhe, in Zusammenarbeit mit dem Fahrlehrerverband Baden-Württemberg - Kreisverein Pforzheim, der Jägervereinigung Enzkreis/Pforzheim e.V. sowie den Forstbehörden Pforzheim und Enzkreis
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