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Stau – richtiges Verhalten Unvermittelt kann bereits ein kleiner Gegenstand auf der Fahrbahn oder etwa das unachtsame Verhalten eines Verkehrsteilnehmers den Verkehrsfluss beeinflussen und einen Stau auslösen. Auch ein zu dichtes Auffahren auf den Vordermann und in der Folge ein abruptes Bremsen der Nachfolgenden kann den Fahrverkehr rasch zum Erliegen bringen und zu Auffahrunfällen führen. Staus lassen sich nicht gänzlich vermeiden. Unfälle, Baumaßnahmen und starke Verkehrsbelastung können die Leistungsfähigkeit einer Straße bis zum vorübergehenden Stillstand einschränken. Dennoch kann durch richtiges Verhalten mancher Stau umgangen, verringert oder auch schneller aufgelöst werden.   Das Anfahren und Aufschließen, das ständige Beschleunigen und Abbremsen bei geringer Fahrgeschwindigkeit sind individuell und sehr unterschiedlich. Ist der einheitliche, harmonische Verkehrsfluss einmal gestört, kann es Minuten und Stunden dauern, bis alle Fahrzeuge wieder ein gleichmäßiges Tempo gefunden haben. Tipps: Reisezeiten auswählen, die weniger Verkehr erwarten lassen, sofern Sie diese Alternative haben. Bei längeren Reisewegen oder stauanfälligen Strecken Ausweichrouten einplanen. Verkehrsfunk mithören. Hilfsmittel (Navigationsgeräte, aktuelles Kartenmaterial) nutzen. Reisezeit nicht zu knapp bemessen, Pausen einplanen. … wenn sich ein Stau abzeichnet: Geschwindigkeit rechtzeitig reduzieren; schnelles Aufschließen zwingt zu starkem Bremsen. Auch Nachfolgende sollten die Chance haben, die Fahrgeschwindigkeit rechtzeitig und kontrolliert zu verringern und sich gefahrlos der geringeren Fahrgeschwindigkeit anzupassen. Sobald der Stau erkannt wird, die Warnblinkanlage einschalten. Fahrspur beibehalten. Wenn ausgewichen und der Fahrstreifen gewechselt werden muss, den rückwärtigen Verkehr beachten. Geringe Fahrgeschwindigkeit bei stop and go -Verkehr unterfordern oft die Aufmerksamkeit und die gezielte Konzentration auf den Fahrvorgang. Beim langsamen Vorwärtskommen der Fahrzeuge, die noch dazu häufig anhalten und anfahren müssen, erfordert der zähe Verkehrsfluss jedoch große Umsicht und Wachsamkeit für die ständig wechselnde Fahrbewegung. Nur bei ausreichendem Abstand besteht auch bei abschweifender Konzentration genügend Zeit, die Fahrvorgänge sicher zu bewältigen. Auch bei lang anhaltenden Staus ist auf Autobahnen und Kraftfahrtstraßen das Verlassen der Fahrzeuge grundsätzlich untersagt, solange kein triftiger Grund  gegeben ist. Wer dennoch aussteigt, sollte die Warnweste anlegen und auf den nachfolgenden Verkehr achten. Das Einwirken auf das eigene Fahrzeug muss jederzeit sichergestellt sein. Bei dichtem Verkehr Spurwechsel vermeiden. Oft gleichen sich die unterschiedlichen Fahrgeschwindigkeiten auf den Fahrspuren im Verlauf der Staustrecke aus. Der Zeitgewinn ist gering und steht in keinem Verhältnis zum gleichzeitig verursachten Sicherheits- risiko. Wer durch wiederholtes Wechseln der Fahrstreifen durch die Kolonnen springt, setzt sich dem Vorwurf des unzulässigen Rechtsüberholens aus.  Im Stauverkehr leicht versetzt zum Vordermann fahren. Durch den besseren Blick auf die vorausfahrenden Fahrzeuge können Veränderungen im Verkehrsablauf schneller erfasst und frühzeitig reagiert werden.  Mit nachfolgenden Motorradfahrern rechnen, die Zwischenräume zum schnelleren Vorankommen nutzen. Motorradbesatzungen sind im Stau besonderen Belastungen ausgesetzt. Auch wenn Motorradfahrer scheinbar mühelos zwischen stehenden Autos langsam weiterfahren können, ist dieses in der Fachwelt kontrovers diskutierte Vorbeifahren ein unzulässiges Rechtsüberholen, da kein ausreichender Fahrstreifen zur Verfügung steht. Solange für Motorradfahrer in Staus keine gesetzliche Sonderregelung gilt ist zu empfehlen, Staustrecken bei der nächsten Ausfahrt zu verlassen oder Rastplätze aufzusuchen. Ist rechts ein Seitenstreifen vorhanden darf dieser nur benutzt werden, wenn diese Fläche durch ein Verkehrszeichen freigegeben ist. Versuchen Sie nach Auflösung des Staus nicht die verlorene Zeit durch riskante, hohe Fahrgeschwindigkeiten wett zu machen. Halten Sie Verkehrsverbote und Geschwindigkeitslimits ein. Staus sind häufig mit Schadensereignissen verbunden. Daher muss jederzeit mit der Anfahrt von Einsatz- oder Rettungsfahrzeugen gerechnet werden. Um die rasche Anfahrt nicht zu behindern, sollte jederzeit ausreichend Raum für eine Rettungsgasse freigehalten werden können. Auf Fahrbahnen mit 2 Fahrstreifen ist äußerst rechts oder links zu fahren. Sind in einer Richtung drei Fahrstreifen vorhanden, muss zwischen dem mittleren und dem linken Fahrstreifen eine Gasse frei bleiben. Falsches Verhalten kann mit Bußgeld geahndet werden: