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Rücksicht beim Parken! Freie Behindertenparkplätze sind Voraussetzung für die Mobilität schwerstbehinderter Menschen. Ab 2011 nur noch Behindertenparkausweise nach EU-Muster. Sichere Fortbewegung für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kleinkindern auf freien Gehwegen Für  körperbehinderte Menschen bietet das Auto häufig die einzige Möglichkeit, mobil zu sein und zu bleiben.                              An wichtigen zentralen Punkten (Supermärkte, Arztpraxen, Theater, Kinos, Restaurants, Bahnhöfe usw.), vor öffentlichen Einrichtungen der Städte und Gemeinden, aber auch vor „der eigenen Haustür“ sind  zur Sicherung dieser Mobilität deshalb Behindertenparkplätze eingerichtet.                                                                               Behindertenparkplätze sind kein Privileg, sondern eine kleine, aber sehr wichtige Hilfe im Alltag. Daher sollten Nicht-Behinderte diese Parkplätze unbedingt freihalten - auch dann, wenn man nur etwas ausladen möchte, "nur für fünf Minuten einkaufen" will oder wenn weit und breit kein anderer Parkplatz frei ist. Wer ohne Erlaubnis auf einem Behindertenparkplatz parkt, kann umgehend abgeschleppt werden und ein Bußgeld von 35.- € wird fällig. Soweit sollte es bei der gebotenen Rücksicht und Sensibilität für die Situation der betroffenen Menschen jedoch gar nicht erst kommen! So verhindert Verständnis für Andere auch verbotenes Gehwegparken, durch das der sichere Weg für Rollstuhlbenutzer und Führer von Kinderwagen häufig versperrt wird. An dieses Verständnis appelliert auch der selbstklebende Hinweiszettel "Gehwegparker" des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. - www.bsk-ev.org –  im Format 14,8 x 10,5 cm, mit dem sich betroffene Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen „sympathisch“ an die Verursacher wenden können. Die gelbe Karte zeigt der Bundesverband Selbst- hilfe Körperbehinderter (BSK) jetzt Falschparkern auf Behindertenparkplätzen. Mit einem witzigen aber eindeutigen Cartoon von TAZ-Karikaturist TOM werden Falschparker freundlich aber nachdrücklich auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht. Bestellseite Falschparker-Karten des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter. Bis zu 50 Kärtchen können gegen Einsendung eines mit 90 Cent frankierten und adressierten Briefumschlages beim BSK e.V., Postfach 20, 74238 Krautheim, bestellt werden (so lange Vorrat reicht). Diese kostenlosen Karten werden inzwischen auch von Landkreisen und Gemeinden beim BSK bestellt. Behindertenparkplätze Kennzeichnung Der Behindertenparkplatz ist durch ein Zusatzschild mit dem Piktogramm eines Rollstuhlfahrers gekennzeichnet. Durch das Verkehrszeichen 314                   in Verbindung mit dem Zusatzschild 1044-10 oder 11 wird eine eingeschränkte Parkerlaubnis für Schwerbehinderte „Frei nur für Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung und Blinde“ begründet und gleichzeitig das Parken entgegen der auf dem Zusatzschild angezeigten Parkbeschränkung untersagt. Zusatzzeichen aus der Straßenverkehrsordnung (StVO) § 42 Abs. 4 StVO – zu Zeichen 314 1. Das Zeichen erlaubt das Parken (§ 12 Abs. 2). 2. Durch ein Zusatzzeichen kann die Parkerlaubnis beschränkt sein, insbesondere nach der Dauer, nach Fahrzeugarten, zugunsten der mit besonderem Parkausweis versehenen Bewohner, schwerbehinderten Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung, beidseitiger Amelie oder Phokomelie oder mit vergleichbaren Funktionseinschränkungen sowie blinden Menschen. Die Ausnahmen gelten nur, wenn die Parkausweise gut lesbar ausgelegt sind. … Da an der Freihaltung von Behin- dertenparkplätzen von unberechtigt dort abgestellten Fahrzeugen ein besonderes öffentliches Interesse besteht, können unberechtigt dort abgestellte Fahrzeuge sofort kostenpflichtig abgeschleppt werden. Parkausweis Wer einen Behindertenparkplatz benutzen will, muss in Deutschland eine Sondergenehmigung beantragen und erhält dann den in der Europäischen Union einheitlichen blauen Parkausweis. Dieser muss beim Parken auf einem Behindertenparkplatz gut sichtbar im Fahrzeug ausgelegt werden. Durch Vorlage des Schwerbehindertenausweises (Merkzeichen aG – außergewöhnlich gehbehindert - oder BI – blind - muss eingetragen sein) wird bei der zuständigen Behörde – Straßenverkehrsbehörde bzw. Ordnungsamt ein spezieller Parkausweis ausgestellt, der berechtigt auf den dazu ausgewiesenen Flächen zu parken. Bereits seit dem 1. Januar 2001 gibt es EU-einheitliche Parkausweise mit Lichtbild. Die bisherigen Parkausweise ohne Lichtbild sind seit dem 1.01.2011 nicht mehr gültig.
Rückseite Gelbe Karte
1044-10: Nur Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung und Blinde frei
1044-11: Nur Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung und Blinde mit Parkausweis Nr.:... frei
Bild: www.vdk.de
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