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(Be)Ladung ja – aber sicher! Es gibt fast nichts, was im Auto nicht transportiert wird. Beispiele gefällig? Auf dem Beifahrersitz Mobiltelefon, Handtasche, Getränkeflasche, auf dem Rücksitz Jacken, Laptops, Getränkekisten, Einkaufskörbe, im Kofferraum ein ausgewachsener Schäferhund, auf dem Dachgepäckträger den Weihnachtsbaum und hinten ein kleiner Anhänger, beladen mit Fliesen vom Baumarkt. Man stelle sich vor, was dann beim plötzlichen Bremsen vor sich geht. Man will die Gegenstände auf dem Beifahrersitz festhalten, auf dem Rücksitz fällt der Einkauf um, der Hund erschrickt und hinten ein Anhänger, der auch noch ins Schlingern kommt.  Unfälle sind dann vorprogrammiert. Die Statistik gibt hierzu nicht die wirklichen Zahlen wieder, da diese Unfälle häufig mit einer anderen Ursache, z.B. Auffahren erfasst werden. Welche Kräfte wirken und wie? Untersuchungen des ADAC haben ergeben, dass jeder Gegenstand im Fahrzeug, der bei einem Frontalcrash nach vorne katapultiert werden kann, bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 50 km/h mit dem 30 bis 50-fachen seines Eigengewichtes nach vorne schießt. Beispiele: § 22 Straßenverkehrsordnung (StVO) - Ladung (1) Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten. (2) Fahrzeug und Ladung dürfen zusammen nicht breiter als 2,55 m und nicht höher als 4 m sein. Fahrzeuge, die für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden, dürfen, wenn sie mit land- oder forstwirtschaflichen Erzeugnissen oder Arbeitsgeräten beladen sind, samt Ladung nicht breiter als 3 m sein. Sind sie mit land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen beladen, dürfen sie samt Ladung höher als 4 m sein. Kühlfahrzeuge dürfen nicht breiter als 2,6 m sein. (3) Die Ladung darf bis zu einer Höhe von 2,5 m nicht nach vorn über das Fahrzeug, bei Zügen über das ziehende Fahrzeug hinausragen. Im Übrigen darf der Ladungsüberstand nach vorn bis zu 50 cm über das Fahrzeug, bei Zügen bis zu 50 cm über das ziehende Fahrzeug betragen. (4) Nach hinten darf die Ladung bis zu 1,5 m hinausragen, jedoch bei Beförderung über eine Wegstrecke bis zu einer Entfernung von 100 km bis zu 3 m; die außerhalb des Geltungsbereichs dieser Verordnung zurückgelegten Wegstrecken werden nicht berücksichtigt. Fahrzeug oder Zug samt Ladung darf nicht länger als 20,75 m sein. Ragt das äußerste Ende der Ladung mehr als 1 m über die Rückstrahler des Fahrzeugs nach hinten hinaus, so ist es kenntlich zu machen durch mindestens eine hellrote, nicht unter 30 x 30 cm große, durch eine Querstange auseinandergehaltene Fahne, ein gleich großes, hellrotes, quer zur Fahrtrichtung pendelnd aufgehängtes Schild oder einen senkrecht angebrachten zylindrischen Körper gleicher Farbe und Höhe mit einem Durchmesser von mindestens 35 cm. Diese Sicherungsmittel dürfen nicht höher als 1,5 m über der Fahrbahn angebracht werden. Wenn nötig (§ 17 Abs. 1), ist mindestens eine Leuchte mit rotem Licht an gleicher Stelle anzubringen, außerdem ein roter Rückstrahler nicht höher als 90 cm. (5) Ragt die Ladung seitlich mehr als 40 cm über die Fahrzeugleuchten, bei Kraftfahrzeugen über den äußersten Rand der Lichtaustrittsflächen der Begrenzungs- oder Schlussleuchten hinaus, so ist sie, wenn nötig (§ 17 Abs. 1), kenntlich zu machen, und zwar seitlich höchstens 40 cm von ihrem Rand und höchstens 1,5 m über der Fahrbahn nach vorn durch eine Leuchte mit weißem, nach hinten durch eine mit rotem Licht. Einzelne Stangen oder Pfähle, waagerecht liegende Platten und andere schlecht erkennbare Gegenstände dürfen seitlich nicht hinausragen. Ausrüstungsteile des Fahrzeuges sind keine Ladung. Somit liegt bei unzureichender Sicherung derartiger Gegenstände ein Verstoß nach § 23 StVO vor. § 23 Straßenverkehrsordnung (StVO) Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers (1) Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Er muss dafür sorgen, dass das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und Besetzung vorschriftsmäßig sind und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet. Er muss auch dafür sorgen, dass die vorgeschriebenen Kennzeichen stets gut lesbar sind. Vorgeschriebene Beleuchtungseinrichtungen müssen an Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern sowie an Fahrrädern auch am Tage vorhanden und betriebsbereit sein, sonst jedoch nur, falls zu erwarten ist, dass sich das Fahrzeug noch im Verkehr befinden wird, wenn Beleuchtung nötig ist (§ 17 Abs. 1). Verantwortlichkeit Verantwortlich für die Ladung ist zunächst grundsätzlich der Fahrzeugführer. Unter Umständen kann auch der Fahrzeughalter dafür verantwortlich gemacht werden, wenn er Kenntnis über den vorschriftswidrigen Zustand hat und die Inbetriebnahme des Fahrzeuges zulässt oder sogar anordnet. Die Pflicht zur Kontrolle besteht nicht nur vor Fahrtantritt, sondern auch während der Fahrt. Das Fahrverhalten ist der Ladung anzupassen. Grundsätzlich sind alle Gegenstände, die nicht unmittelbar im Fahrgastraum benötigt werden, im Kofferraum zu verstauen. Die Sicherung kann mit Zurrgurten (über Kreuz eingefädelt in die Zurrösen am Ladeboden) oder mit Netzen erfolgen. Bringen Sie Dach- und Heckgepäckträger sicher an und überprüfen Sie deren Halt. Nicht vergessen -  das Fahrverhalten ihres Fahrzeuges kann sich verändern.   Schwere Gegenstände und Koffer gehören immer nach unten, mittig und formschlüssig direkt an die Rücksitzlehne; frei stehende, schwere Gegenstände sollten zusätzlich mit Zurrgurten gesichert werden. Eine Antirutschmatte sorgt für bessere Haftung. Falls der Kofferraum voll ist, bietet sich der Fußraum an. Leichte Gegenstände sollten oben platziert und evtl. auch gesichert werden. Zum Teil kann mit Zurrösen aus dem Fachhandel nachgerüstet werden. Das Gewicht sollte gleichmäßig verteilt werden, damit das Fahrzeug keine Schlagseite be-kommt. Angaben zur zulässigen Gesamtmasse ihres Fahrzeuges finden Sie in der Zulassungsbescheinigung. Da eine Waage nicht „um die Ecke“ ist, muss das Gewicht schwerer Gepäckstücke ermittelt werden, addiert mit dem Gewicht der Mitfahrer. Der  Fahrer ist bereits mit 75 kg beim Leergewicht des Wagens berücksichtigt. Gängige Zuladungswerte liegen bei 400 kg bis 500 kg. Bei schwerer Beladung muss der Reifendruck überprüft und ggfs. angepasst werden. Es bietet sich auch an, die Scheinwerfer, falls sie nicht automatisch nachreguliert werden, neu einzustellen, damit niemand geblendet wird. Wichtig ist auch, dass Sie trotz Beladung noch an Warndreieck, Verbandskasten und Warnweste kommen. Die Warnweste übrigens ist optimal im Seitenfach der Fahrertüre griffbereit untergebracht. Im Pkw-Kombi sollte die Ladung am besten durch ein stabiles und für das jeweilige Fahrzeugmodell geeignetes Sicherheitstrenngitter oder Sicherheitsnetz von der Fahrgastzelle abgetrennt sein. Ist kein Trennsystem vorhanden, darf die Ladung auf keinen Fall über die Oberkante der Rücksitzlehnen ragen. Auch wenn niemand auf der Rückbank sitzt, sollten die Gurte dort immer geschlossen sein. Im Falle einer Vollbremsung muss die Arretierung der Rücksitzbank das Ladungsgewicht nicht alleine halten. Deshalb sollte die Rückbank auch nicht grundsätzlich umgeklappt sein. Eine Ladung auf dem Rücksitz kann auch durch Gurte gesichert werden. Auf Grund der scharfkantigen Splitter beim Bersten sind Glasflaschen im Fahrgastraum möglichst zu vermeiden. Flaschen mit kohlensäurehaltigen Getränken können sich im warmen Fahrzeug aufheizen und explodieren. Die Flaschen sollten niemals im Fußraum vor der Rückbank gelagert werden. Beim Bremsen können sie nach vorne rollen und etwa die Pedale blockieren. Die Rückenlehnentaschen sind nicht nur für Kinder gut, sondern auch zur Aufbewahrung  von Getränken und Snacks. Nutzen Sie ansonsten eingebaute Getränkehalterungen oder Seitenfächer. Legen Sie ihre Kleinteile wie Geldbörse, Schlüssel und Mobiltelefon, sofern keine Halterung vorhanden, ins Handschuhfach. Große Handtaschen und Laptops gehören in den Kofferraum. Der Beifahrersitz ist keine geeignete Ablagefläche. Schirme, Karten und CDs sind gut in den Seitentürentaschen aufgehoben. Die Hutablage ist für gute Sicht nach hinten freizuhalten                                                                             Transport von Tieren Welche Vorschriften gelten beim Transport unserer geliebten Vierbeiner? Gibt es eine Anschnallpflicht für Hunde? Verkehrsrechtlich sind Tiere eine Ladung und müssen gesichert werden! Vielen Hundehaltern ist nicht bewusst, welchen Gefahren das Tier im Falle einer  Vollbremsung ausgesetzt ist oder sie scheuen sich einfach davor, dem Tier die Bewegungsfreiheit zu nehmen. Wer sein Tier liebt, sollte auf die richtige Sicherung im Fahrzeug achten. Bewegt sich etwa der Hund ohne Sicherung unkontrolliert, kann der Fahrer abgelenkt werden und beim Unfall wird das Tier zum gefährlichen Geschoss (siehe Beispiele S.1). Ein Tier mit zu viel Bewegungsspielraum kann gestresst sein. Nach kontrollierter Position bei der Fahrt ist der Auslauf danach die richtige Belohnung. Im Fachhandel werden Schutzdecken, Hunde-Sicherheitsgurte, Tiersicherheitssitze, Abtrennungen im Innenraum, Trenngitter oder -netze für den Laderaum oder Transportkisten angeboten.  Die optimale Sicherheit für Insassen und Hund ist eine stabile Transportbox mit der richtigen Platzierung im Fahrzeug. Kleine Boxen können im Fußraum hinter den Vordersitzen verstaut werden, größere im Laderaum von Kombi- oder Schräghecklimousinen sowie Vans und Geländewagen, immer schräg zur Fahrtrichtung und direkt an der Lehne der Rücksitzbank. Ein zusätzliches stabiles Trenngitter erhöht noch die Sicherheit. Achten Sie auf Stabilität der Trenngitter (DIN ISO 27955:2012-01). Empfehlenswert sind Trenngitter, die vom Dachbereich bis zum Ladeboden reichen.                                                                         Eine raumhohe Sicherheitsabtrennung aus einem Geflecht flexibler Gurtbänder hinter den vorderen Sitzen ermöglicht es dem Hund, sich frei beweglich auf der hinteren Sitzbank zu positionieren. Entwickelt wurde ein Tiersicherheitssitz ähnlich einem Koffer, der mit dem Sicherheitsgurt oder an den Isofix-Verankerungen auf dem Rücksitz befestigt wird. Das Tier (bis ca. 9 kg) wird darauf durch ein Geschirr beidseitig gesichert.                                                                                                                       Gurte schützen die Insassen bei Bremsmanövern und Unfällen zuverlässig - ein Hund allerdings ist damit nicht immer optimal vor Verletzungen geschützt. Wichtig ist ein stabiles Geschirr mit knapper Gurtlänge und Metallverschlüssen. Achten Sie deshalb beim Kauf auf die Zertifikation durch eine DIN-Prüfung oder Untersuchungen bei Crashtests.   Der Hund muss sich während der Fahrt bei der verwendeten Sicherungsart wohl fühlen. Gewöhnen Sie deshalb Ihren Hund vorher außerhalb der Autosituation an die Sicherung. Reicht der Platz im Wageninnern nicht mehr aus, müssen andere Möglichkeiten gewählt werden. Unsere Empfehlung – ADAC –Video HOW TO TIERE IM AUTO TRANSPORTIEREN Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=-rHB94NEHMI Laufzeit: 02:17 Min. Dachtransport Eine Dachbox sollte nur mit leichtem Gepäck gefüllt werden, weil sie den Schwer- punkt und damit das Fahrverhalten (z.B. Seitenwind) des Autos nachteilig beeinflussen kann. Die vom Hersteller zugelassene Dachlast des Fahrzeuges und das vom Dachbox- hersteller angegebene Maximalgewicht müssen berücksichtigt werden. Die zu- lässige Dachlast liegt durchschnittlich bei 50 Kilogramm. Achtung: Meist wird die Dachlast bei vier Fahrrädern inkl. Dachgepäckträger bereits überschritten. Nutzen Sie nur stabile Trägersysteme und halten Sie sich strikt an  die Montageanleitung des Herstellers. Verwenden Sie nur Sys- teme, die für Ihr Fahrzeug zugelassen sind. Im Zubehörhandel werden für viele Gegenstände, in erster Linie Sportgeräte (z.B. Surfbretter, Kanus), auf das jeweilige Gerät abgestimmte Lösungen angeboten, die auf den Grundträger montiert werden können. Befestigen Sie Gegenstände in der Dachbox mit den dafür vorgesehenen Halterun-gen/Gurten. Lose Gegenstände können ansonsten bei einem Bremsmanöver die Box durch-schlagen. Überprüfen Sie den korrekten Sitz der Dachbox spätestens bei Ihrer ersten Pause, insbesondere wenn Sie die Box zum ersten Mal auf dem Grundträger oder auf der Dachreling montiert haben. Kontrollieren Sie auch die Befestigung von Fahrrädern oder anderen Gegenständen auf dem Dach. Transport von Weihnachtsbäumen auf dem Autodach Sie kaufen eine schöne Nordmanntanne und wissen nicht, wie Sie diese nach Hause transportieren. Der Kofferraum ist zu klein, so dass häufig nur das Autodach  für den Transport verbleibt. Dazu brauchen Sie im Prinzip keinen Gepäckträger. Bei der Sicherung des Baumes müssen sie aber die allgemeinen Ladungsgrundsätze beachten, d.h. sie dürfen nur zulässige Ladungssicherungsmittel einsetzen. Bewährt haben sich Zurrgurte (DIN EN 12195-2) mit Klemmschloss. Diese besitzen keine Haken, können leichte Ladungen ausreichend sichern und der Autolack wird nicht beschädigt. Durch die notwendige Vorspannkraft ist es allerdings möglich, dass der Baum beschädigt wird. Expander, Schnüre oder die lange Hand des Beifahrers sind keine probaten Mittel zur Transportsicherung. Eine Beförderung auf einem Dachgepäckträger ist auf jeden Fall vorzuziehen, da der Baum hier besser befestigt werden kann und die Gefahr des Verrutschens deutlich minimiert wird. Auch wird das Autodach nicht zerkratzt. Zu beachten ist, dass die Sicht des Fahrzeugführers nicht durch die Ladung beeinträchtigt werden darf. Falls der Baum zu sehr nach vorne geladen wird, ist es gut möglich, dass das Sichtfeld des Fahrers unzulässig eingeschränkt ist. Empfohlen wird, dass die Spitze des Baumes nach hinten zeigt. Hecktransport Beim Hecktransport gelten die Grundsätze wie beim Dachtransport. Wenn die Ladung am Heck die rückwärtige Beleuchtung des Wagens verdeckt, muss eine  zusätzliche Beleuchtung angebracht werden. Gleiches gilt auch für ein verdecktes Kennzeichen. Das Wiederholungskennzeichen von (Fahrrad)Heckträgern sollte den Anforderungen an ein normales Kennzeichen entsprechen. Ein Karton mit handgeschriebenem Folge-Kennzeichen reicht nicht aus, da dies z.B. nicht retroreflektierend ist. Auf die Abstempelung durch die Zulassungsstelle kann natürlich verzichtet werden. Grundsätzlich sind die Fahrräder auf Heckträgern aufgrund der Fahrphysik und der leichteren Be- und Entladung besser aufgehoben. Anhängertransport Die Gefahr eines falsch beladenen Anhängers oder gar überladenen Anhängers wird häufig unterschätzt. Dabei können bereits geringfügige Überladungen und eine schlechte Gewichtsbalance zu einem wesentlich schlechteren Fahrverhalten führen. Das ESP-System ist schnell überfordert. Zudem wird der Bremsweg eines Gespannes mit ungebremstem Anhänger und Übergewicht wesentlich länger. Fahrversuche haben ergeben, dass das Gespann bei einer Überladung beim ersten Gegenlenken einknickt, der Anhänger das Zugfahrzeug berührt und es zu unkontrollierten Drehbewegungen kommt. Für leichte Güter sind Einachs-Anhänger (s.g. Baumarkt-Anhänger) geeignet, die für eine Gesamtmasse bis 750 kg zugelassen sind. Derartige Anhänger haben keine eigene Bremse und werden vom Pkw mitgebremst.  Fahrerlaubnisrechtlich spielen diese kleinen Anhänger keine Rolle, da sie nicht der Höchstgrenze von 3500 kg Gesamtmasse für die Klasse B zugerechnet werden. Mit einem derartigen Anhänger von 750 kg zulässiger Gesamtmasse dürfen Sie demnach mit der Klasse B bis zu 4250 kg Gesamtmasse unterwegs sein. Es gibt größere Anhänger, die bis zu einer Gesamtmasse von meist 1500 kg beladen werden können.  Diese haben eine eigene Bremse, manchmal auch vier Räder auf einer sog. Tandem-Achse und hydraulische Stoßdämpfer.   Sichere Beladung von Anhängern Eine gute Basis bietet z.B. eine rutschhemmende Bodenplatte. Eine Stahlreling über den Seitenwänden und seitliche Verzurrhaken erleichtern das Anbringen von Zurrnetzen zur Ladungssicherung. Schwere Gegenstände immer auf Achshöhe lagern und festzurren. Leerräume formschlüssig ausfüllen. Leichtes und kleinteiliges Ladegut muss durch Netze oder Planen gesichert werden. Zulässige Gesamtmasse des Anhängers, Anhängelast und Stützlast des Zugfahrzeuges beachten (siehe Zulassungsbescheinigung). Die maximale Stützlast liegt meist bei höchstens 100 kg und ist leicht mit einer Personenwaage zu kontrollieren.    Verwarnungs- und Bußgelder Verstoß gegen die Ladungssicherung (für Kfz und Anhänger, nicht Lkw): Verwarnungsgeld von 35 Euro, mit Gefährdung Bußgeld von 60 Euro und 1 Punkt, mit Unfall Bußgeld von 75 Euro (1 Punkt); als Halter Bußgeld von 135 Euro, mit Gefährdung 165 Euro, mit Unfall 200 Euro,                        jeweils 1 Punkt Verstoß gegen die Außenmaße: Verwarnungs-, Bußgeld von 20 – 60 Euro, bis 1 Punkt; als Halter Bußgeld von 75 Euro (1Punkt) Verstoß gegen zulässige Höchstgewichte: Verwarnungs-, Bußgeld von 10 – 235 Euro (bis 1 Punkt) als Fahrer und Halter Bei den Bußgeldsätzen zu den Höchstgewichten sind Kraftfahrzeuge bis 7,5 t zulässiger Gesamtmasse und Anhänger bis zu 2 t zulässiger Gesamtmasse betroffen. Für schwerere Fahrzeuge sind die Bußgeldsätze deutlich höher. Außerdem kann die Weiterfahrt untersagt werden. Wenn etwas passiert ist? Bei einem Unfall durch Beladungsfehler kommt die Haftpflichtversicherung i.d.R. für den Schaden auf, auch wenn der Ladungsverstoß grob fahrlässig begangen wurde. Die Ladung selbst ist allerdings nicht mitversichert. Liegt die Schadensursache innerhalb des Fahrzeuges, weil z.B. ein Farbeimer wegen einer Vollbremsung umfällt und den Innenraum verschmutzt, kommt die Versicherung für den Schaden nicht auf, da die Außeneinwirkung fehlt.
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