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Kreisverkehr Kreisverkehre sind beliebte Knotenpunkte mit hoher Leistungsfähigkeit und sicherem  Verkehrsablauf, sofern die Verkehrsteilnehmer die geltenden Regeln beachten. Kreisverkehre erreichen auch innerorts ein höheres Sicherheitsniveau als signalisierte oder unsignalisierte Knotenpunkte (Kreuzungen/Einmündungen). Konflikte entstehen insbesondere dann, wenn Unsicherheiten zum Vorrecht und zur Wartepflicht bei der Ein- und Ausfahrt bestehen, insbesondere auch gegenüber querenden Fußgängern und Radfahrern. Annäherung an den Kreisverkehr Bereits in der Wegweisung zum nächsten Verkehrsknoten ist die Regelung durch einen Kreisverkehr optisch ersichtlich. Auf Außerortsstraßen folgt i.d.R. eine Geschwindigkeitsbeschränkung (z. B. 70 km/h) für die Verkehrsteilnehmer in Richtung des Kreisverkehrs.      Bei Annäherung an den Kreisverkehr ist die Geschwindigkeit zu reduzieren, denn die Fahrzeuge im Kreisverkehr haben Vorfahrt.                                                                                                                                                                     Verkehrszeichen Einen Kreisverkehr erkennt man an der Verkehrszeichenkombination 205 – Vorfahrt gewähren und 215 – Kreisverkehr. Regeln (Vorfahrt – Wartepflicht – Blinken – Halten/Parken) Mit dieser Beschilderung gilt: Der Verkehr auf der Kreisfahrbahn hat Vorfahrt, einfahrende Fahrzeuge sind wartepflichtig, bei der Einfahrt in den Kreisverkehr darf nicht geblinkt werden, bei der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr muss geblinkt werden, auf der Kreisfahrbahn sind Halten und Parken verboten, außer das Halten erfolgt verkehrsbedingt (Stau), die Mittelinsel des Kreisverkehrs darf nicht überfahren werden. Ausnahmen sind nur für besonders lange Fahrzeuge oder Gespanne, ohne Gefährdung anderer, möglich. Wegen ihrer Länge könnten sie sonst den Kreisverkehr nicht befahren. Verhalten gegenüber Fußgängern und Radfahrern Beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr muss der Vorrang von Fußgängern beachtet werden (ausfahrende Fahrzeug sind Abbieger). Auf die Fußgänger ist besonders Rücksicht zu nehmen (§ 9 Abs. 3 StVO). Dies gilt auch, wenn der Fußweg etwas vom Kreisverkehr abgesetzt ist. Beim Einfahren in den Kreisverkehr haben Fußgänger dagegen keinen Vorrang. Anders ist es bei Radfahrern: Auf Radwegen haben Radfahrer Vorrang vor ein- und ausfahrenden Fahrzeugen. Dies gilt nicht, wenn Radfahrer durch Verkehrszeichen untergeordnet werden. Wegen dieser unterschiedlichen Regelungen ist die Unterordnung der Radfahrer durch Verkehrszeichen (VZ 205) und die Anlage von Fußgängerüberwegen an Zu- und Ausfahrten von Kreisverkehren vorteilhaft. Tipps Bei der Annäherung an den Kreisverkehr Tempo herabsetzen. Beim Einfahren in den Kreis-verkehr auf querende Fußgänger und Radfahrer achten. Beim Einfahren in den Kreisverkehr nicht blinken. Die Verkehrssituation im Kreisverkehr beobachten – möglichst fließend einfädeln – warten, wenn sich im Kreisverkehr ein Rückstau gebildet hat und erst einfädeln, wenn genügend Fahrzeuge den Kreisverkehr verlassen haben. Beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr blinken. Beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr auf bevorrechtigte querende Fußgänger und Radfahrer achten. Bilder/Motive: GIB ACHT IM VERKEHR UDV (Unfallverband der Versicherer) DVR (Deutscher Verkehrssicherheitsrat)    
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