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24-Stunden-Blitz-Marathon                                           Baden-Württemberg beteiligte sich auch 2014 am (zweiten) bundesweiten 24-Stunden-Blitz-Marathon. Vom 18.09., 06:00 Uhr, bis 19.09.2014, 06:00 Uhr, waren sämtliche Geschwindigkeitsüberwachungsgeräte im Land im Einsatz. Geschwindigkeit ist Unfallursache Nr. 1 auf den Straßen in Baden- Württemberg. 184 Menschen von insgesamt 465 tödlich Verunglückten haben 2013 in Baden- Württemberg bei Verkehrsunfällen ihr Leben verloren, weil zu schnell gefahren wurde. Alle sieben Stunden stirbt in Deutschland ein Mensch bei einem Raserunfall. Wer rast, riskiert nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das anderer Menschen. Jeder Kilometer zu schnell kann über Leben und Tod und die Schwere von Unfallfolgen entscheiden! Wer zu schnell fährt, begeht deshalb kein Kavaliersdelikt, sondern gefährdet andere und sich selbst! Geschwindigkeitsüberwachung ist daher keine Schikane, sondern rettet Menschenleben! Mit dem Blitz-Marathon sollten die Autofahrer wachgerüttelt und insgesamt zu angepasster Fahrweise unter Beachtung der Tempolimits sensibilisiert werden. Tatsächlich war der Blitz-Marathon nach unseren Feststellungen in aller Munde – selbst Kritiker dürften sich angesichts drohender Beanstandungen an die Vorschriften gehalten haben. Vor dem Hintergrund des durchweg positiven Echos in der Bevölkerung und den Medien beim Blitz-Marathon 2013 haben sich die Innenminister auf ihrer Herbstkonferenz 2013 für eine Wiederholung des bundesweiten Blitz- Marathons ausgesprochen. Die Koordinierung erfolgte wieder durch das Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein Westfalen. Beteiligung der Bürger Vor dem Blitz-Marathon wurden die Bürger von der Polizei dazu aufgerufen, ab dem 1.09. bis 08.09.2014 ihre persönlichen Gefah- renstellen, sog. „Aufregerstellen“, an denen beim Blitzmarathon die Geschwindigkeit überwacht werden soll, zu melden. Auf der speziell eingerichteten Internetseite unter http://blitzmarathon.polizei-bw.de stand ab diesem Zeitpunkt ein Formular zur Ver- fügung. Die gemeldeten Blitzstellen wurden nach Eingang der gemeldeten Gefahrenstellen auf diesen Seiten vor der Kontrollaktion veröffentlicht. Ergebnisse des Blitz-Marathons 6.266 Vorschläge für Blitzstellen gingen 2014 ein, das sind rund 1000 „Aufregerstellen“ mehr als im Vorjahr (rund 5.200). Davon wurden von der Polizei 1.118 Kontrollstellen ausgewählt. Trotz aller Ankündigungen wurden 2014 insgesamt mehr Temposünder erwischt als im Vorjahr. 15.883 Fahrerinnen und Fahrer (2013: 15.093) waren zu schnell unterwegs. 221 Fahrverbote (2013: 280) waren fällig (siehe Tabelle S. 3). Insgesamt wurden bei der Aktion 16.713 (2013:16.058) Fahrzeuge beanstandet, neben den Geschwindigkeitsverstößen zusätzlich etwa auch wegen Alkohol- und Drogenfahrten, Verstöße gegen das Handyverbot oder gegen die Gurt- oder Helmpflicht. Bundesweit waren rund 13.000 Polizeibeamtinnen und –beamte an fast 7.500 Messstellen beim Blitz-Marathon 2014 im Einsatz. Rund 93.000 Fahrerinnen und Fahrer wurden beanstandet. Trauriger bundesweiter „Spitzenreiter“ war ein Motorradfahrer auf dem Autobahn- zubringer B 28a bei Rottenburg, der mit Tempo 238 km/h statt erlaubter 100 km/h unterwegs war. Unser Tipp: Gegen die ungeliebten Blitzerfotos helfen Gelassenheit im Straßenverkehr mit angepasster Geschwindigkeit, um mit weniger Stress entspannt anzukommen.