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Beleuchtung Licht erregt Aufmerksamkeit – nicht nur in der Dunkelheit Alles Leben hängt vom Licht ab – auch im Straßenverkehr. Licht verleiht nicht nur Sicht, die ordentliche Beleuchtung Ihres Fahrzeugs, ob Auto, LKW oder Fahrrad, ist die Voraussetzung, dass Sie als Verkehrsteilnehmer rechtzeitig wahrgenommen werden. Eine Lichtquelle, die sich von der Umgebung abhebt, hat die Besonderheit, dass unser menschliches Auge sofort diesen Reiz wahrnimmt und unsere Aufmerksamkeit zumindest kurzfristig weckt. Dieses Phänomen kennen wir z. B. von Leuchtreklametafeln. Dass winterliches „Schmuddelwetter“ zu dämmrigen und schummrigen Lichtverhältnissen auf Radwegen und Fahrbahnen führt, ist bekannt. Kommen Regen, Nebel oder Schneefall dazu, ist unsere Aufmerksamkeit und Konzentration noch stärker gefordert. Dies führt zur schnelleren Ermüdung mit erhöhter Unfallgefahr. Zusätzliche Witterungseinflüsse wie Reif- und Glatteis oder Schneeglätte führen schließlich zu einem weiter gesteigerten Unfallrisiko.  So ist etwa jeder 3. Verkehrstote gerade bei Dämmerung und Dunkelheit zu beklagen, obgleich die Verkehrsbelastung zu diesen Zeiten erheblich geringer ist als zur Tageszeit. Prüfen Sie deshalb – so wie es das Gesetz vorsieht - vor Fahrtantritt die Funktionstüchtigkeit Ihrer Beleuchtung. Feuchtes Wetter kann nicht nur bei älteren Fahrzeugen zur Unterbrechung der Stromversorgung zu den Fahrzeugleuchten führen. Reinigen Sie möglichst täglich neben den Scheinwerfergläser die Blink- und die Heckleuchten, aber auch die Rückstrahler und die seitlichen Markierungsleuchten, von Verschmutzungen; Salzwasser und Fahrbahnschmutz beeinträchtigen die Leuchtkraft erheblich. Defekte Glühbirnen müssen unverzüglich ausgewechselt werden. Das frühzeitige, eindeutige Erkennen des Signalbildes zweispuriger Fahrzeuge ist bei nur einseitiger Beleuchtung nicht möglich und erhöht die Unfallgefahr. Schalten Sie rechtzeitig das Fahrlicht ein. Bekanntlich darf auf unseren Straßen nicht mit „Standlicht“ gefahren werden. Ist Ihr Fahrzeug mit einer automatischen Dämmerschaltung für das Fahrlicht ausgerüstet, sollten Sie auf dessen korrekte Funktion nicht blindlings vertrauen. Fährt die große Mehrzahl der Fahrzeuge mit Fahrlicht, ist es für Sie ein „Muss“, ebenfalls das Licht einzuschalten. Das menschliche Auge erkennt unbeleuchtete Fahrzeuge innerhalb einer beleuchteten Fahrzeugkolonne sehr schlecht. Sichern Sie Ihr zweispuriges Fahrzeug bei einer Panne sofort. Schalten Sie hierzu das Warnblinklicht ein und stellen Sie möglichst eine Blinkleuchte, zusätzlich jedoch immer ein Warndreieck in ausreichender Entfernung auf. Diese beträgt auf Straßen mit schnellem Verkehr mindestens 100 Meter, auf Autobahnen stellen Sie das Sicherungsmittel in etwa 200 Schritten hinter dem Auto grundsätzlich an der rechten Fahrbahnseite auf. Müssen Sie im Fall einer Panne Ihr Fahrzeug verlassen, werden Sie - wenn auch unfreiwillig – zum Fußgänger. Bei dunkler Bekleidung werden Sie im Verkehrsraum schlecht und daher evtl. zu spät wahrgenommen. Tragen Sie in diesen Fällen deshalb – wenn möglich - helle Kleidung und ziehen Sie Ihre mitgeführte Warnweste über. Seit dem 1. Juli 2014 gilt eine Mitführpflicht für Warnwesten. Unseren Beitrag finden Sie hier:              Schalten Sie bei erheblicher Sichtbehinderung durch Regen, Nebel oder Schneefall die Nebelscheinwerfer ein. Nebelschlussleuchten allerdings sollten Sie wegen der starken Blendwirkung für nachfolgende Fahrzeuge nur bei dichtem Nebel und einer Sichtweite unter 50 Meter einschalten. Die Entfernung lässt sich am besten anhand der regelmäßig in 50 Meter- Abständen aufgestellten Leitpfosten, oder an etwa 4 Mittel- markierungen auf Land- und Bundesstraßen und auf 3 Längen der Mittelmarkierungen auf Autobahnen abschätzen. Für Radfahrer und Fußgänger, ob groß oder klein, gilt besonders: Sehen und gesehen werden