Unfallursachen
Geschwindigkeit die richtige Wahl mit Abstand fahren Sie am besten Geschwindigkeit ist Unfallursache Nr. 1 auf den Straßen, auch in Baden-Württemberg. Alle sieben Stunden stirbt in Deutschland ein Mensch bei einem Raserunfall. Wer rast, riskiert nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das anderer Menschen. Jeder Kilometer zu schnell kann über Leben und Tod und die Schwere von Unfallfolgen entscheiden! Wer zu schnell fährt, begeht deshalb kein Kavaliersdelikt, sondern gefährdet andere und sich selbst!  Die Regeln sind bekannt Es darf vorausgesetzt werden, dass Verkehrsteilnehmern die gesetzlichen Tempolimits, wie etwa 50 km/h innerorts oder 100 km/h auf Außerortsstraßen, die Schrittgeschwindigkeit in verkehrsberuhigten Bereichen oder fahrzeugbezogene Geschwindigkeitsbegrenzungen bekannt sind. Häufig sind es jedoch nicht Verstöße gegen die absoluten Geschwindigkeitsbeschränkungen, die zum Unfall führen. Unfallursächlich ist in vielen Fällen eine der jeweiligen Situation unangemessene Geschwindigkeit  - die nicht angepasste Geschwindigkeit. Bei nicht vorausschauender Fahrweise wirkt eine kritische Verkehrssituation umso überraschender und führt Fahrer und Fahrzeug an die Leistungsgrenzen. Ist die Geschwindigkeit in diesem Moment zu hoch und kommen Umstände wie Unübersichtlichkeit, unklare Verkehrslage, Unaufmerksamkeit oder eine falsche Einschätzung der Verkehrssituation hinzu, führt dies zur Überforderung des Verkehrsteilnehmers und möglicherweise zum Unfall. Deshalb ist die Fahrweise immer den persönlichen Fähigkeiten, aber auch dem Betriebszustand des Fahrzeugs, anzupassen. So können Besonderheiten der mitgeführten Ladungsgüter, wie z. B. Gewicht und Umfang der Ladungssicherung oder die Art der Besetzung und der Straßenzustand  Anlass zu besonders angemessener und besonnener Fahrweise sein. Vorausschauendes Fahren Ein zu knapper Abstand zum Vordermann, eine „sportliche“ Fahrweise oder eine momentane Ablenkung durch Gespräch, Navi, Handy oder Zigarette können eine fatale Wirkung haben, wenn man sich bereits am Geschwindigkeitslimit oder gar darüber befindet.   Wer ein Kraftfahrzeug führt, der weiß oder müsste wissen, dass Straßen-, Wetter- oder Verkehrsverhältnisse schnell wechseln können und die Geschwindigkeit diesen Gegebenheiten rechtzeitig anzupassen ist. Klassisches Beispiel hierfür ist Aquaplaning, insbesondere auf Kraftfahrtstraßen und Autobahnen. Das Rechtsfahrgebot und das Fahren auf Sicht bestimmen die Geschwindigkeit nicht nur auf kurvenreichen, unübersichtlichen Strecken. Dabei darf nur so schnell gefahren werden, dass jederzeit innerhalb der übersehbaren Strecke angehalten werden kann. Sind Fahrbahnen so schmal, dass dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke rechtzeitig angehalten werden kann. Auch bei Überholvorgängen ist die Geschwindigkeit ein bestimmendes Element. Es darf nur überholen, wer den gesamten Überholvorgang übersehen kann. Jegliche Behinderung des Gegenverkehrs und des Überholten müssen ausgeschlossen sein. Dabei muss der Überholende einerseits wesentlich schneller fahren als der zu Überholende, andererseits müssen die Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten werden. Der Überholende muss eine Fahrgeschwindigkeit wählen, die ihn während des gesamten Überholvorganges nicht überfordert und sowohl ihn als auch andere nicht in Gefahr bringt. Der benötigte Überholweg sollte auf die doppelte Strecke eingesehen werden können, da ein Fahrzeug mit der höchstzulässigen Geschwindigkeit entgegenkommen kann. Unsere Tipps Tempo rechtzeitig anpassen - auf Sicht fahren Es muss jederzeit innerhalb der überschaubaren Strecke angehalten werden können, bei schmalen Straßen innerhalb der halben überschaubaren Strecke, da Fahrzeuge entgegenkommen können und kein Platz zum Ausweichen bleibt. Fuß vom Gas bei Nebel, starkem Regen oder Schneefall Wer bei witterungsbedingt schlechten Sichtverhältnissen unterwegs ist weiß, dass dabei enorme Konzentration gefordert ist. Dies kann zur schnelleren Ermüdung  und in der Folge – insbesondere bei zu hoher Geschwindigkeit – zu Fahrfehlern führen. Nebel und Dunkelheit  beein- trächtigen die Wahrnehmung, indem die zur Orientierung notwendigen Punkte der Umgebung oder der Fahrbahn und Lichtkontraste anderer Fahrzeuge fehlen oder kaum zu erkennen sind Deshalb darf bei einer Sichtweite von weniger als 50 m auf keinen Fall schneller als 50 km/h gefahren werden. Halten Sie sich an die Tempolimits durch Verkehrszeichen Geschwindigkeitsbeschränkungen werden durch Verkehrszeichen angeordnet, wenn dies nach Örtlichkeit und  Verkehrslage zum Schutz des Straßenverkehrs oder aus anderen wichtigen Gründen erforderlich und zulässig ist. Nach § 45 der Straßenverkehrsordnung sind die Straßenverkehrsbehörden in zahlreichen weiteren Fällen ermächtigt, den Verkehr zu beschränken, zu verbieten oder umzuleiten. Angeordnete Beschränkungen haben ihren guten Grund, den Sie nicht immer sofort erkennen können, aber immer beachten sollten. Genügend Zeit zum Bremsen? Es kommt häufig zum Unfall, wenn der Anhalteweg falsch eingeschätzt und vor einer Gefahrenstelle einfach zu schnell gefahren wird, so dass nicht rechtzeitig gebremst werden kann. Reaktionszeit und Bremsweg bestimmen die Länge des Anhaltewegs. Schnell sind ein – zwei Sekunden vorbei, bis der Kraftfahrer die Gefährlichkeit der Situation bemerkt hat und überhaupt reagieren und bremsen kann. Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h etwa legt das Fahrzeug pro Sekunde 14 Meter zurück: bei 70 km/h sind dies bereits 20 Meter, die Sie ohne reagieren zu können während nur einer Schrecksekunde zurücklegen. Dem Bremsvorgang liegt eine physikalische Gesetzmäßigkeit zu Grunde: Bei doppeltem Tempo erhöht sich der Bremsweg um das Vierfache. Die Auswirkungen dieses Phänomens sind in unserem Modul zur Simulation des Anhaltewegs dargestellt. Mit diesem Programm können Sie den Anhalteweg Ihres Fahrzeuges bei verschiedenen Geschwindigkeiten und Straßenzuständen berechnen. Die integrierte Simulation führt Ihnen deutlich vor Augen, wie gravierend sich schon minimale Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auswirken können. Das Modul können Sie hier herunterladen. Abstand halten Wer ausreichend Abstand hält, hat gute Chancen, auch bei unvorhersehbaren Ereignissen und schneller Reaktion noch rechtzeitig anhalten zu können und ein Auffahren auf den Vordermann oder ein Hindernis zu vermeiden. Außerhalb von Ortschaften empfiehlt sich ein Abstand, der der Hälfte der Tachoanzeige in Metern entspricht (Halber Tachoabstand). Bei einem Tempo von 100 km/h sind das 50 Meter Abstand. Diese Strecke legt das Fahrzeug in gut 2 Sekunden zurück. Suchen Sie sich für den Abstands-Test einen weiter entfernten Punkt aus, an dem das vor Ihnen fahrende Fahrzeug vorbeifährt. Beginnen Sie "einundzwanzig ... zweiundzwanzig" durchzuzählen. Haben Sie den Punkt erreicht, bevor Sie zu Ende gezählt haben, ist Ihr Abstand zu gering. Sie können sich auch an den Abständen der Leitpfosten orientieren. Auf Autobahnen sind diese etwa alle 50 Meter, auf Landstraßen alle 25 Meter aufgestellt. Der Vorausfahrende hat auch den Nachfolgenden im Auge zu behalten. Vorausfahrende dürfen ohne zwingenden Grund nicht stark abbremsen. Wer den falschen Fahrstreifen gewählt oder sich vielleicht verfahren hat muss wissen, dass unverhofftes Bremsen den nachfolgenden Verkehr in Gefahr bringen kann. Innerhalb von Ortschaften Je nach Bebauung und Straßenführung muss mit Quellverkehr, Fußgängern, Radfahrern, langsam fahrenden Fahrzeugen und Hindernissen jederzeit gerechnet werden. Hier werden gerne die Abstände zu Vorausfahrenden verkürzt; dies erfordert erhöhte Aufmerksamkeit, um rechtzeitig reagieren zu können. In der Regel dürfen Kraftfahrzeuge innerhalb der Ortschaften maximal 50 km/h fahren, wenn es die jeweilige Situation erlaubt und keine weiteren Geschwindigkeitsbegrenzungen  - etwa Zone 30 - angeordnet sind. Besondere Rücksicht geboten Gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen  müssen Kraftfahrzeugführer durch ihr Verhalten, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, jegliche Gefährdung ausschließen. In Verkehrsberuhigten Bereichen gelten besondere Verkehrsregeln. Hier dürfen Fußgänger die Fahrbahn auf ihrer ganzen Breite benutzen und Kinderspiele sind überall erlaubt. Deshalb muss der Fahrzeugverkehr Schrittgeschwindigkeit einhalten. Sie müssen ihre Fahrweise so einrichten, dass Fußgänger weder gefährdet noch behindert werden, wenn nötig, müssen sie warten. Allerdings dürfen auch Fußgänger den Fahrverkehr nicht unnötig behindern. Das Parken ist hier nur innerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen zulässig, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen oder zum Be- oder Entladen. Fußgänger haben Vorrang Wenn Fußgänger den Überweg erkennbar benutzen wollen, darf nur mit mäßiger Geschwindigkeit herangefahren werden. Fußgängerüberwege sind besondere Gefahrenstellen. Darauf hat sich der Fahrzeuglenker durch besonders aufmerksame Fahrweise rechtzeitig einzustellen. Zur gefahrlosen Benutzung des Fußgängerüberwegs muss, soweit notwendig, angehalten und gewartet werden. Fußgänger haben Vorrang. An Fußgängerüberwegen darf nicht überholt werden. Wo es möglich ist, zügig fahren  Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern. Bushaltestellen An Bushaltestellen können Kinder beim Ein- oder Aussteigen unvermittelt auf die Straße rennen. Sie sind sich der Gefahren des vorbeifließenden Verkehrs häufig nicht bewusst. Deshalb ist an Haltestellen immer besondere Vorsicht geboten. Nähern sich Omnibusse des Linienverkehrs und gekennzeichnete Schulbusse einer Haltestelle und ist das Warnblinklicht eingeschaltet, darf der Bus nicht überholt werden. Hält der Bus an, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit und in sicherem Abstand an dem Bus vorbeigefahren werden. Ein- und aussteigende Fahrgäste dürfen dabei nicht behindert werden, wenn nötig, muss der Fahrzeugführer warten.   Autobahnähnliche Straßen  Häufig besteht Unsicherheit im Hinblick auf die zulässige Höchstge- schwindigkeit auf Straßen, die zwar weder Autobahn oder Kraftfahrtstraße sind, aber autobahnähnlich ausgebaut sind. Hier legt § 3 Abs. 3 Nr. 2 c StVO fest, dass nur Pkw und Kfz bis zu 3,5 t zul. Gesamtmasse auf Straßen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind, außerorts schneller als 100 km/h fahren dürfen. Dies gilt auch für Straßen, die mindestens zwei durch Fahrstreifenbegrenzung (Zeichen 295) oder durch Leitlinien (Zeichen 340) markierte Fahrstreifen für jede Richtung haben. Alle anderen Kfz, auch Pkw mit Anhänger, sind von dieser Regelung nicht erfasst und dürfen damit maximal 80 km/h schnell fahren. Autobahnen Auf Autobahnen gilt wegen der hohen Geschwindigkeiten besondere Aufmerksamkeit, insbesondere bei Fahrstreifen- wechseln zum Überholen und Wiedereinscheren. Angeordnete Geschwindigkeitslimits haben ihre Gründe und sollten unbedingt eingehalten werden. Im Bereich von Baustellen besteht bei  starkem Verkehrsauf- kommen häufig Staugefahr. Deshalb immer vorausschauend und mit angepasster Geschwindigkeit fahren. Geschwindigkeitskontrollen  Geschwindigkeitsüberwachung ist keine Schikane, sondern rettet Menschenleben! Mit den Kontrollen sollen die Autofahrer insgesamt zu künftig angepasster Fahrweise unter Beachtung der Tempolimits sensibilisiert werden. Gegen die ungeliebten Blitzerfotos hilft Gelassenheit im Straßenverkehr mit angepasster Geschwindigkeit, um mit weniger Stress entspannt anzukommen. Gelassen läuft’s besser –              zu schnell ist auch hier schnell zu spät! Unsere Informationen zu illegalen Straßenrennen finden Sie hier: