eMo Segway
“eMo” - elektronische Mobilitätshilfe (Segway) Für Segways (Markenproduktbezeichnung) – mit Akkus betriebene Mobilitätshilfen (Steh-Elektroroller oder elektronische Mobilitätshilfen) – gibt es inzwischen zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Entwickelt als spezielles Transportmittel für behinderte Menschen zeigte sich den Technikern schnell, dass dieses Fahrzeug als weiteres Bindeglied zwischen Fahren und Gehen einen Absatzmarkt finden könnte, insbesondere auch im Freizeitbereich (geführte Segway-Touren u. ä.) Die einachsigen, zweispurigen Fahrzeuge stehen aufgrund ihres niederen Schwerpunktes aufrecht und können leicht bestiegen werden. Seit dem 25. Juli 2009 ist die Inbetriebnahme / Zulassung / Benutzung der elektronischen Mobilitätshilfen bundesweit einheitlich geregelt. Die Bundesregierung hat die Voraussetzungen für die Zulassung und den Betrieb dieser neuen Fahrzeug- klasse in einer speziellen Verordnung1)  zusammengefasst.                                                       Zuvor war das relativ ungewöhnliche Personenbeförderungsmittel keiner Fahrzeugkategorie eindeutig zuzuordnen. Deshalb war die Nutzung in zwölf Bundesländern nur per Ausnahmegenehmigung möglich. Die generelle Straßenzulassung haben auch umfangreiche Crash-Tests der Unfallforschung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer (GDV) sowie ein mehrmonatiger Feldversuch der Technischen Universität Kaiserslautern möglich gemacht.   Mobilitätshilfenverordnung - MobHV (die Verordnung als pdf-Datei)   Sicherheitseigenschaften des Segway (inkl. Fotos/Filmen zu    Crashtests des UDV) Sicherheits-Tipp:   Das Tragen eines Fahrradhelmes wird empfohlen! Die wichtigsten Regelungen aus der „eMo-Verordnung“ Technik – Betrieb – Versicherung - Führerschein Die Verordnung gilt für Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb, einer bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 20 km/h und mit den Merkmalen: Diese Fahrzeuge dürfen nur auf der Grundlage einer Typengenehmigung oder einer Einzelgenehmigung und mit einem gültigen Versicherungskennzeichen in Betrieb gesetzt werden. Mit der Verzögerungseinrichtung muss bis zum Stillstand (Verzögerungswert von mindestens 3,5 m/ s²) abgebremst werden können. Vorgeschriebene Beleuchtung – Betrieb durch Lichtmaschine über das Bordnetz oder ausschließlich über Batterie- oder Akku-Versorgung, wenn dem Fahrzeugführer der Ladezustand ständig angezeigt wird, mit Ausrüstung mit einer Glocke. Fahren darf nur, wer mindestens die Berechtigung zum Führen eines Mofas nachweisen kann. Zulässige Verkehrsflächen - Verhalten Innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen nur Schutzstreifen, Radfahr-streifen, Radwegefurten und Radwege befahren werden. Wenn diese nicht vorhanden sind, dürfen auch Fahrbahnen („die Straße“) genutzt werden. Bundes-, Landes- oder Kreisstraßen dürfen außerhalb geschlossener Ortschaften nicht befahren werden. Gemeindestraßen und Feldwirtschaftswege dürfen befahren werden, wenn keine Radwege vorhanden sind. Auf Fahrbahnen mit mehreren Fahrstreifen ist möglichst weit rechts zu fahren. Auf Fahrradstraßen darf nebeneinander gefahren, ansonsten muss hintereinander gefahren werden. Anhängen oder freihändig fahren ist nicht erlaubt. Richtungsänderungen sind durch Handzeichen anzuzeigen, soweit keine Fahrtrichtungs-anzeiger vorhanden sind. Auf anderen Verkehrsflächen als Fahrbahnen ist die Geschwindigkeit anzupassen – Fußgänger haben Vorrang, sie dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Radfahrern ist das Überholen zu ermöglichen. Im Einzelfall und per Ausnahmegenehmigung kann die Nutzung anderer Verkehrsflächen erlaubt werden. Damit sind weiterhin Stadtführungen in Fußgängerzonen möglich oder mobilitätseingeschränkte Menschen können die „eMo“ durchgängig nutzen. 1)Die Verordnung über die Teilnahme elektronischer Mobilitätshilfen am Verkehr und zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung und der Fahrzeug-Zulassungsverordnung vom 16. Juli 2009 (Bundesdesgesetzblatt Jahrgang 2009 Teil I Nr. 44, ausgegeben zu Bonn am 24. Juli 2009, S. 2097) hat die Einzelregelungen der Bundesländer abgelöst.
Link-Tipps:
zweispurig – zwei parallel angeordnete Räder mit integrierter elektronischer Balance-,           Antriebs-, Lenk- und Verzögerungstechnik, Gesamtbreite von nicht mehr als 0,7 m, Plattform als Standfläche für einen Fahrer, lenkerähnliche Haltestange, über die der Fahrer durch Schwerpunktverlagerung die Beschleunigung oder Abbremsung sowie die Lenkung beeinflusst, elektromagnetische Verträglichkeit, Anzeige über den Energievorrat
nach vorne wirkendem Scheinwerfer für weißes Licht, nach vorne wirkendem weißen Rückstrahler, einer Schlussleuchte für rotes Licht an der Rückseite, an der Rückseite einem roten Rückstrahler, nach beiden Seiten wirkenden gelben Rückstrahlern.