Arbeitsplatz Straße
Fahrerkarte (Fahrerinnenkarte) Hinweise zum Umgang mit dem Fahrtenschreiber und den Arbeitszeitvorschriften im gewerblichen Kraftverkehr. Fahrerkarte ist individuell Ist im Lkw oder Bus ein digitaler Fahrtenschreiber eingebaut, benötigen die Fahrerinnen und Fahrer eine persönlich zugewiesene  Fahrtenschreiberkarte. Jeder darf nur eine Fahrerkarte besitzen und einsetzen. Ausnahme: Test- oder Überführungsfahrten darf das Werkstattpersonal ohne Fahrerkarte durchführen. Karte beschädigt oder verloren Funktioniert die Fahrerkarte nicht oder wurde sie verloren, sollte umgehend eine neue Karte beantragt werden. Wurde die Karte gestohlen, ist dies der Polizei anzuzeigen. Beim Neuantrag ist eine Bestätigung der Anzeige beizufügen. Bis zum Ersatz der Fahrerkarte sind Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeiten handschriftlich nachzuweisen. Hierzu sind für jeden Tag Ausdrucke zu fertigen - diese sind unterschrieben mitzuführen. Betrieb und Aufzeichnung Beim Betrieb ist rechtzeitig die jeweilige Zeitgruppe zu schalten. Bei digitalen Fahrtenschreibern müssen gegebenenfalls vor Fahrtantritt Ruhezeiten, Bereitschafts- oder Arbeitszeiten nachgetragen werden, falls z. B. übers Wochenende entsprechende Aufzeichnungen fehlen oder vor Fahrtantritt bereits Arbeiten verrichtet wurden. Müssen Pausen oder Ruhezeiten aus wichtigem Grunde unterbrochen werden, ist dies auf dem Tagesausdruck unter Angabe von Uhrzeit und Ursache handschriftlich zu vermerken. Gültigkeit Fahrerkarten sind auf fünf Jahre befristet. Antragsteller müssen ihren Wohnort im Bundesgebiet haben und benötigen einen EU-Kartenführerschein, Personalausweis sowie ein aktuelles Lichtbild. Die Fahrerkarten können bei der DEKRA Automobil oder beim TÜV Süd Service beantragt werden. Neuerteilung Bis zur Neuausstellung der Fahrerkarte darf für maximal 15 Kalendertage weitergefahren werden. Bei Auslandsaufenthalten kann diese Frist bis zur Rückkehr an den Standort verlängert werden. Eine neue Fahrerkarte ist frühestens sechs Monate und spätestens 15 Werktage vor Fristablauf zu beantragen. Die Karte kostet ca. 35 bis 40 €. Kontrolle Dem Personal von Kontrollbehörden ist die Karte auf Verlangen auszuhändigen. Jeder Kartenbesitzer kann die darauf gespeicherten Daten zur Selbstkontrolle entweder auf einem Ausdruck, im Anzeigenfeld des digitalen Fahrtenschreibers oder durch Download auf einem PC / Handy einsehen. Fahrerkarte als Datenspeicher Folgende Daten sind für teilweise unterschiedliche Zeiträume gespeichert: Name, Vorname, Geburtsdatum, Lichtbild und Unterschrift des Fahrers bzw. der Fahrerin Führerscheinnummer Nationalität des ausstellenden Staates Gültigkeitszeitraum Lenk- und Ruhezeiten, Lenkzeitunterbrechungen, andere Arbeitszeiten und ob ein Zweifahrerbetrieb vorgelegen hat, Fahrgeschwindigkeit  Betriebsdaten des Fahrzeugs, amtliches Kennzeichen, aktueller Kilometerstand Betriebsausfälle, Stör- und Fehlermeldungen Eingriffe in die Gerätesicherheit Amtliche Kontrollen. Fahrzeuge mit unterschiedlichem Aufzeichnungsmodus Wird zwischen Fahrzeugen mit unterschiedlichem Aufzeichnungsmodus (Fahrerkarte, Schaublätter, manuelle Aufzeichnungen) gewechselt, müssen immer alle Nachweise für die letzten 28 Kalendertage mitgeführt werden.