Motorradhelm
Faszination Motorrad - sicher unterwegs Motorradfahren liegt im Trend. Wie kaum eine andere Fortbewegungsart vermittelt Motorrad fahren neben der außergewöhnlichen Fahrdynamik einen hohen sinnlichen Genuss. Aber es hat auch seine Risiken. Die Wahrscheinlichkeit zu verunglücken ist um ein vielfaches höher als mit dem Pkw. Technische Entwicklungen wie ABS und Kombi-Bremse weisen in die richtige Richtung. Forschungen haben aber gezeigt, dass selbst bei allem technischen Fortschritt der „Faktor Mensch“ bleibt. Der Kompetenz der „oberen Hälfte des Motorrades“ kommt deshalb die entscheidende Bedeutung zu. Sicher Motorrad fahren heißt: locker, entspannt und angstfrei zu fahren und vor allem sein Können realistisch einschätzen. Die regelmäßige Teilnahme an Fahrsicherheits-trainings hilft dabei. Tipps zum Saisonbeginn Endlich Frühling und die Kurven warten schon. Damit der Start in die neue Saison reibungslos klappt, hier ein paar Tipps: Stimmt die Technik? Gönnen Sie Ihrer Maschine im Zweifelsfall eine Inspektion. Lassen Sie sich Zeit zum Einfahren. Gewöhnen Sie sich langsam wieder an die Erlebniswelt „Motorrad“. Machen Sie sich sicht- und erkennbar! Schalten Sie das Fahrlicht ein und tragen Sie auffällige Motorradbekleidung. Meiden Sie tote Winkel! Rechnen Sie damit, dass andere Sie trotzdem übersehen. Trainieren Sie die Blickführung. Denken Sie daran: Der Blick lenkt die Bewegung! Auch hier gilt: Ein Fahrsicherheitstraining erleichtert den Einstieg Motorradfahren beginnt im Kopf Zahlreiche Motorradunfälle ereignen sich auf den „Hausstrecken“ und in der Nähe des Wohnortes, gerade während und gegen Ende der Saison, wenn man glaubt, sein Motorrad zu beherrschen. Die Erfahrung zeigt, die persönliche Einstellung ist ganz wichtig - deshalb: Prüfen Sie Ihre Fahrweise fortlaufend und selbstkritisch auf Fehler. Man(n) muss sich und anderen nichts beweisen. Andere, die risikoreicher und schneller fahren, lassen Sie kalt. Fahren Sie locker, entspannt und vorausschauend, „denken Sie hinter die Kurve“. Verantwortung ist oberstes Gebot, insbesondere für den Sozius und die Gruppe. Geteilter Spaß bedeutet doppelte Verantwortung. Fahren Sie jede Strecke so, als wäre sie unbekannt - auch die Hausstrecke. Der Blick lenkt die Bewegung Die Hauptaktionen beim Motorradfahren sind der Geschwindigkeits- und der Richtungswechsel. Wer sein Motorrad beherrschen und in Notsituationen gewappnet sein will, sollte folgende Tipps beherzigen: Trennen Sie Blick- und Fahrrichtung. Das Körpergefühl kontrolliert das Motorrad, der vorauseilende Blick die Umgebung. Schauen Sie weit voraus, nehmen Sie den Blick aber immer wieder kurz zurück, um das Nahfeld zu kontrollieren. Schauen sie in Gefahrensituationen auf die „Lücke" und halten Sie den Blick auch beim Bremsvorgang weit voraus. „Lesen Sie die Fahrbahn“ und erkennen Sie so Gefahrenstellen, ohne diese mit dem Blick zu fixieren. Bremsen will gelernt sein Dem Motorradfahrer wird beim Bremsvorgang ein weitaus größeres Koordinationsvermögen abverlangt als dem Autofahrer. Es braucht große Erfahrung und Übung, in Notfällen richtig zu bremsen, d.h. die Vorderrad- und Hinterradbremse optimal einzusetzen. Eine allgemein gültige Handlungsempfehlung für alle Arten von Notbremsungen gibt es nicht. In 2 von 3 Fällen hat der Motorradfahrer vor einer Kollision mit einem PKW (innerorts) noch die Zeit zu bremsen und deutlich an Geschwindigkeit abzubauen. Selbst wenn ein Zusammenstoß nicht zu verhindern ist, sind die Verletzungen meistens weniger gravierend. Bei Geschwindigkeiten bis 50 km/h, Geradeausfahrt und griffiger Fahrbahn gilt für Notbremsungen die Empfehlung: Kupplung schnell hinten voll vorne dosieren, nicht blockieren Der Blick bleibt oben, um eine mögliche Lücke zu erkennen. Letztendlich hilft nur eins, um in gefährlichen Situationen im Sattel zu bleiben: Üben, üben und nochmals üben, bis der Bewegungsablauf aus verschiedenen Geschwindigkeiten, auf unterschiedlichem Fahrbahngrund und auch in Kurven automatisch in Fleisch und Blut übergeht - am Besten im Rahmen eines Fahrsicherheitstrainings. Unterwegs in der Gruppe Höchstens acht Maschinen, sonst Untergruppen bilden. Ein streckenkundiger Routinier führt. Positionen festlegen - Erfahrung bestimmt die Reihenfolge, die Besten zum Schluss. Innerhalb der Gruppe nicht überholen. Sicherheitsabstände einhalten; wo möglich, leicht versetzt fahren. Bei Ampelstopps aufschließen. Nicht unter andere Gruppen mischen. Jeder ist für seinen Hintermann verantwortlich. Bei Haltestopps nicht den Verkehr behindern. Anschluss verpasst:  Aufholen nicht um jeden Preis. Gute Kleidung schützt und nützt Gute Motorradbekleidung schützt vor der Witterung (Nässe, Wind, Kälte, Hitze) und unterstützt so das Wohlbefinden und die Kondition durch ein auffälliges Signalbild vor dem Übersehen werden vor Sturz- und Unfallfolgen durch Protektoren. Die Wahl des Materials – moderne Textilfaser oder Leder – bleibt freigestellt. Über Vor- und Nachteile beider Produktlinien berät der Fachhandel. Handschuhe und Motorradstiefel gehören unbedingt zur Grundausstattung. Das Tragen des Helms ist nicht nur gesetzlich ein Muss. Der Helm sollte nur mit angelegtem Kinnriemen getragen werden der aktuellen ECE-Norm entsprechen bei regelmäßiger Nutzung nach 5 Jahren ersetzt und nach Beschädigungen an der Helmschale sofort ausgetauscht werden. Übrigens: Der Integralhelm schützt am besten.