Junge Fahrer
Alkohol ist kein „Lösungsmittel“ Wer mit Alkohol fährt, bringt sich und andere in Gefahr … und riskiert seinen Führerschein und der Versicherungsschutz ist gefährdet - für Personen- und Sachschäden haftet man dann selbst oder kann von seiner Versicherung in Regress genommen werden. Neben strafrechtlichen Folgen drohen auch zivilrechtliche Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von vielen Tausend Euro. Alkohol und Drogen - auch bestimmte Medikamente - beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit! Das fahrerische Können wird durch Alkohol und Drogen leichtfertig überschätzt und ergibt zusammen mit Geschwindigkeit eine gefährliche Mischung, denn Geschwindigkeit ist die Unfallursache Nr. 1. Jeder Kilometer zu schnell kann über Leben und Tod entscheiden. Wer sich alkoholisiert und/oder unter Drogeneinfluss ans Steuer setzt, begeht deshalb kein Kavaliersdelikt, sondern gefährdet andere und sich selbst. Verkehrsunfälle mit teilweise schweren Folgen ereignen sich häufig durch eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit des Verursachers in Zusammenhang mit Alkohol- oder Drogenkonsum. Gerade jüngeren Verkehrsteilnehmern fehlt oft das Unrechtsbewusstsein, wenn sie etwa nach der Schule, am Wochenende oder auch unter der Woche eine „Tüte“ rauchen, eine Pille schlucken oder Alkohol konsumieren und danach aktiv am Verkehr teilnehmen. Ungeachtet der Suchtgefahren und der strafrechtlichen Relevanz beim Konsum illegaler Drogen sind die Auswirkungen und Folgen von Alkohol- oder Drogenkonsum bei anschließender Verkehrsteilnahme nicht kalkulierbar. Bei Verkehrskontrollen oder Beteiligung an einem Verkehrsunfall muss mit entsprechenden Fragen und Maßnahmen gerechnet werden. Dies kann bis zur vorläufigen Entziehung der Fahrerlaubnis führen. Alkoholgrenzwerte im Straßenverkehr 0,0 ‰ Absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger in der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres 0,3 ‰ Relative Fahruntüchtigkeit (Anzeichen von Fahrunsicherheit wie etwa „Schlangenlinien fahren“ oder ein Verkehrsunfall mit diesem BAK- Wert) 0,5 ‰ Fahruntüchtigkeit (auch ohne zusätzliche Beweisanzeichen – dann Ordnungswidrigkeit) 1,1 ‰ Absolute Fahruntüchtigkeit (durch Rechtsprechung festgelegter Wert – früher 1,3 ‰ – Fahruntüchtigkeit wird bei diesem Wert zweifelsfrei angenommen – Verkehrsvergehen – eine medizinisch- psychologische Untersuchung / MPU kann angeordnet werden zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis.) 1,6 ‰ Absolute Fahruntüchtigkeit für Radfahrer Geklärt wer fährt? Bei Alkohol und Drogen am Steuer gelten keine Ausreden. Um stets sicher nach Hause zu kommen, gibt es ein bewährtes Rezept: „Wer fährt, trinkt nicht. Wer trinkt, fährt nicht.“ Möglichst schon bevor man zu einer Party geht, sollte im Freundeskreis geklärt werden, wer zurück fährt bzw. einen abholt oder wie man sonst nach Hause kommt. Am besten man steigt nicht ins Auto ein, wenn sich der Fahrer nicht an die Null-Promille-Regel hält. Klare Absprachen vor möglichem Alkoholgenuss - das Motto muss lauten: Mehr über Alkohol und Drogen als gefährliche Wegbegleiter erfahren Sie unter unserer Kampagne www.bleib-klar.de