Radfahrausbildung
Sichtbarkeit Sehen und gesehen werden! Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss gut sehen und gut gesehen werden. Schlechte Lichtverhältnisse bestehen z. B. bei Dunkelheit, Dämmerung, Regen, Nebel, tiefstehender Sonne, … Deshalb ist eine vorschriftsmäßige Ausrüstung des Fahrrades – siehe unsere Rubrik verkehrssicheres Fahrrad – so wichtig. Neben den gesetzlichen Vorgaben zur Fahrradausrüstung gibt es zahlreiche Möglichkeiten, durch Ergänzung der Ausstattung, aber auch mit geeigneter Kleidung, bei Dämmerung oder Dunkelheit mehr zu sehen, vor allem aber auch besser erkannt zu werden. Zusätzliche Radausrüstung Empfehlenswert beim Fahrrad sind Scheinwerfer und Rückleuchte mit Standlichtfunktion. Nabendynamos sind geeigneter als Seitenläufer, da sie zuverlässiger und leichter bedienbar sind. Herkömmliche gelbe Katzenaugen dürfen durch Reifen mit silbernen Reflexstreifen ersetzt werden. Im Gegensatz zu den Katzenaugen können sie nicht verloren gehen. Retroreflektierende Speichen, die es auch zum Nachrüsten gibt, bringen ein weiteres Sicherheitsplus. Dies zahlt sich aus: Da sie rund sind, strahlen sie Scheinwerferlicht sogar dann zurück, wenn es in spitzem Winkel einfällt. Bekleidung Samira und Fabian tragen helle und reflektierende Anoraks. Ihr Freund Thomas ist dunkel gekleidet und sein Fahrrad hat nicht die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen. Was auffällt – er trägt auch keinen Fahrradhelm. Testfahrt bei Dunkelheit Samira und Fabian sieht man schon von weitem, aber Thomas? Und noch mehr: Leuchten – Strahlen – Reflektieren – für mehr Sicherheit! Der erste vollflächig reflektierende Radhelm Die gesamte Helmschale wirkt als vollflächiger Reflektor und führt so zu bisher unerreichter Sichtbarkeit. Produkt-Video auf dem KED-YouTube-Kanal hier:                                                                                                                                       Beispiel eines erfolgreichen Projektes – in Ergänzung zur Jugendverkehrsschule „HELLE KÖPFE – Mir geht ein Licht auf“ Ein Präventionsprojekt im Neckar-Odenwald-Kreis Kinder haben bei Radunfällen häufig keinen Radhelm getragen. Eine nicht unerhebliche Anzahl von Fahrradunfällen ereignet sich in der Dämmerung oder bei Dunkelheit. Deshalb wird im Neckar-Odenwald-Kreis mit Kindern eine Radfahrübung in der Dunkelheit auf öffentlichen Straßen durchgeführt (nach abgeschlossener Jugendverkehrsschule). Das Projekt „Helle Köpfe – Mir geht ein Licht auf“ sieht sich dabei als notwendige Ergänzung zur regulären Jugendverkehrsschule. Ziele / Zielgruppen Das Projekt richtet sich an drei verschiedene Zielgruppen, die für die besondere Gefahrensituation bei Dunkelheit sensibilisiert werden sollen: SchülerInnen der 4. Klassen „Sehen und Gesehen werden“ verkehrssicheres Fahrrad (Beleuchtung, Reflektoren) reflektierende Bekleidung Tragen eines Fahrradhelmes Eltern Teilnahme an einem Elternabend sowie an der Abendveranstaltung Aufklärung über Vorbildfunktion und haftungsrechtliche Aspekte Lehrkräfte Einbindung in den Verkehrsunterricht Vor- und Nachbereitung des Projekts Um Nachhaltigkeit zu erzielen, wird den teilnehmenden Kindern am Ende der Veranstaltung eine individuelle Urkunde sowie eine von ihnen selbst gestaltete Warnweste, die mit dem Motto „Helle Köpfe“ und dem Logo der jeweiligen Schule versehen ist, überreicht. Beim Tragen dieser Weste sollen die Kinder immer wieder an das Projekt und dessen Inhalt erinnert werden. Projekt-Folder hier: Mit gutem Beispiel vorangehen Bei einer „Helle Köpfe“ - Projekt-Veranstaltung im November 2014 an der Wilhelm-Stern- Grundschule Mosbach konnten die Verantwortlichen erstmals die zusätzliche Erkennbarkeit von Radfahrern bei Dunkelheit durch einen Fahrradhelm mit reflektierender Beschichtung demonstrieren. Nach den Übungseinheiten wurden die teilnehmenden Kinder der Wilhelm-Stern-Grundschule Mosbach mit einer Urkunde und einer „Helle-Köpfe-Warnweste“ belohnt. Das Projekt „Helle Köpfe“ bei den Preisträgern Roter Ritter 2014 Mit der Preisverleihung „Roter Ritter 2014“ des Vereins „Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.“ am 3. November 2014 in Berlin hat das Projekt „Helle Köpfe“  bundesweite Anerkennung erfahren. Die Preisträger aus insgesamt 6 Bundesländern konnten Katherina Reiche, Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, und Adalbert Wandt, Vorsitzender des Vereins „Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V., bei der feierlichen Veranstaltung auszeichnen. „Der Rote Ritter 2014“ steht unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Alle eingereichten Projekte haben ein gemeinsames Ziel: Kinder im Straßenverkehr beschützen. Die Preisträger des PP Heilbronn zusammen mit Staatssekretärin Katherina Reiche              Im Bild von links: Manfred Ritzhaupt, Werner Broßmann und Hans Becker zusammen mit Katherina Reiche (Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium) 
Bilder: KED-Helmsysteme
Unser Rat!
Bild: PP Heilbronn
Bild: PP Heilbronn
Bild: Kinderunfallhilfe e.V.