Landes-Tag
Landes-Tag der Verkehrssicherheit 2006 in Kehl Erster grenzüberschreitender Verkehrssicherheitstag. Ministerpräsident Oettinger verleiht Verkehrspräventionspreis.   Die Serie von erfolgreichen Verkehrssicherheitstagen hat sich dieses Jahr am Wochenende 7. und 8. Oktober in Kehl mit einem neuen Highlight fortgesetzt. Jedes Jahr veranstalten die Partner der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR an einem anderen Ort den Landes-Tag der Verkehrssicherheit. Neben der Information der verschiedenen Zielgruppen über Gefahren, Risiken und Möglichkeiten der Verbesserung der Verkehrssicherheit, werden dabei auch erfolgreiche Präventionsprojekte aus dem Vorjahr ausgezeichnet. Gleichzeitig soll durch die Aktion vor Ort erreicht werden, dass dort ein Impuls für weitergehende Maßnahmen und Projekte ausgeht, die dann weiter verstetigt werden können.   Dieses Jahr wurde die Polizeidirektion Offenburg um Vorbereitung und Durchführung des Landes-Tages der Verkehrssicherheit gebeten. Durch die Nähe zu Frankreich, die guten Kontakte und bereits bestehende gemeinsame deutsch-französischen Zusammenarbeit ergab sich rasch die Idee, erstmals einen grenzüberschreitenden Verkehrssicherheitstag zu gestalten. Unter dem Motto „Verkehrssicherheit ohne Grenzen - La Securité Routière sans Frontière“ wurde damit ein weiterer Meilenstein in der engen Kooperation zwischen Baden-Württemberg und Frankreich gesetzt. Kehl bot sich aufgrund der engen Verbundenheit mit Straßburg und der Stellung innerhalb des Eurodistrikts als idealer Veranstaltungsort an. Das vom Leiter der PD Offenburg, Polizeidirektor Reinhard Renter, eingesetzte Vorbereitungsteam um KOR Hans-Joachim Meyer, an der Spitze mit Jürgen Gießler und Gerd Jund sowie den „guten Geistern“ Sonja Furtwengler und Birgit Büker, bereitete in enger Kooperation mit den Partnern der Aktion GIB ACHT IM VERKEHR sowie den Partnern vor Ort auf beiden Seiten des Rheins die Veranstaltung exzellent vor. Die besondere Situation, dass Kehl an diesem Wochenende sein traditionelles Herbstfest mit großem Automarkt veranstaltete, sorgte dafür, dass sich interessierte Zielgruppen bereits vor Ort befanden und direkt angesprochen werden konnten. Zusätzlich war durch die zentrale Lage der Örtlichkeit dafür gesorgt, dass praktisch alle Besucher die Informationsstände passierten. Während am Samstag noch Zeit für vertiefende Fachgespräche mit dem Publikum bestand, war am Sonntagnachmittag aufgrund des hohen Besucherandrangs beinahe „Land unter“. Bemerkenswert war die hohe Anzahl französischer Besucher, die sich ebenso interessiert zeigten, wie die deutschen. Konsequent wurde bereits in der Vorbereitung der Tage darauf geachtet, dass möglichst alle Angebote und Informationen zweisprachig zur Verfügung standen. Neben den bereits sehr guten und engen Kontakten zwischen der baden- württembergischen Polizei, der Gendarmerie und der Police Nationale, wurden auch die französischen Partnerorganisationen, die ebenfalls auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit tätig sind, angesprochen und zur Teilnahme animiert. Dadurch ergaben sich zum einen für die Veranstaltung selbst neue Präsentationsmöglich- keiten, zum anderen sorgten diese Kontakte dafür, dass für die Zukunft weitere grenzüberschreitende Aktionen und Projekte ins Auge gefasst werden können. Ein besonders umfangreiches Angebot wurde für die „kleinen Besucher“ des Landes- Tages der Verkehrssicherheit organisiert. Auf der Kinderbühne im Centrum am Markt wurde alles aufgeboten, was die Aktion „live und kindgerecht“ anbieten kann. Viele strahlende Kinderaugen waren der verdiente Lohn für die Akteure. Eingebettet in einen ebenfalls grenzüberschreitenden und ökumenischen Gottesdienst, der durch zwei französische und zwei deutsche Geistliche beider Konfessionen unter der Leitung von Herrn Dekan Ihle durchgeführt wurde, fand der Festakt tatsächlich als festlicher Akt in der Friedenskirche in Kehl statt. Die Geistlichen hatten in der jeweiligen Landessprache ihre Beiträge auf das Thema Verkehrssicherheit ausgerichtet und fanden deshalb auch großen Zuspruch in der vollbesetzten Kirche. Unter der zweisprachigen Moderation von Herrn Dekan Ihle fand dann der eigentliche Festakt statt.   Nach Grußworten des Oberbürgermeisters von Kehl, Herrn Dr. Petry, und dem stellvertretenden Präfekten des Departements Alsace, Herrn Cousinard, hielt Ministerpräsident Oettinger die kurze Ansprache. Er wies insbesondere auf die Gefahrensituation und die nach wie vor hohen Unfallzahlen sowie den Umstand hin, dass gerade hier in der Grenzregion ideale Voraussetzungen bestünden, die Verkehrssicherheitsarbeit auch in enger Kooperation umzusetzen und durchzuführen. Er unterstützte den von Herrn Cousinard vorgebrachten Ansatz, neben der bisherigen guten Zusammenarbeit in der Repression verstärkt gemeinsame und grenzüberschreitende Aktionen in der Prävention durchzuführen. Die Preisträger Weiteres Highlight war dieses Jahr die Verleihung des Verkehrspräventionspreises für das Jahr 2005 durch Ministerpräsident Günther H. Oettinger. Erstmals war der Schirmherr der Aktion GIB ACHT IM VERKEHR bei einer Preisverleihung persönlich anwesend und würdigte dadurch in besonderer Weise die Aktivitäten der Preisträger.   Der 1. Preis des Verkehrspräventionspreises GIB ACHT IM VERKEHR 2005 ging an das Aktionsbündnis Agenda 21 der Stadt Schwäbisch Gmünd und der Polizeidirektion Aalen für die Aktion „FahrRad“. Der Preis, der mit 2.500 Euro dotiert ist, wurde an die strahlenden Sieger übergeben Die Preisträger des 2. Preises des Verkehrspräventionspreises GIB ACHT IM VERKEHR, der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter und die Polizeidirektion Künzelsau, freuten sich über die Auszeichnung durch die Unfallkasse Baden-Württemberg, Herrn Gross, von dem sie neben der Trophäe einen Scheck über 1.000 Euro für die Aktion Hinweis-/ Klebezettel für Gehwegparker, erhielten.   Auch die dritten Sieger des Verkehrspräventionspreises GIB ACHT IM VERKEHR, die 2. Bereitschaftspolizeiabteilung Göppingen, nahm ihren Preis in Höhe von 500 Euro, der vom ADAC Südbaden für die Durchführung eines Familientags mit einem speziellen Verkehrspräventionsangebot gestiftet und von Herrn Haas überreicht wurde, gerne entgegen. Besonders glücklich war schließlich Oliver Rieger von der PD Aalen, der den Sonderpreis des Landessportverbandes, überreicht durch Frau Wüllner, für seine besonderen Fähigkeiten und pädagogisch wertvolle Umsetzung von Verkehrspräventionsbotschaften als „singender Polizist“ erhielt.   Krönender Abschluss des Festaktes war dann das Lied „Wir wünschen uns…“, das Oliver Rieger gemeinsam mit dem Kinderchor der Mozartschule Hussenhofen, den „singenden Ostalb-Zebras“, vortrug. Im Anschluss an den Festakt fand nach einem Stehempfang ein Rundgang über die Veranstaltungsfläche statt, bei dem sich die Besucher und Teilnehmer über die zahlreichen und interessanten Angebote und Präsentationen informieren konnten.